Szoboszlai fordert das doppelte – liverpool pokert mit
Dominik Szoboszlai hat verstanden, was er wert ist. Der 25-jährige Ungar, seit Jahren das Herzstück im Mittelfeld des FC Liverpool, will das nun schwarz auf weiß sehen – und zwar auf seinem Gehaltszettel. Laut der ungarischen Zeitung Blikk fordert Szoboszlai für eine vorzeitige Verlängerung seines bis 2028 laufenden Vertrags ein Jahresgehalt von rund 18 Millionen Euro. Aktuell verdient er etwa 7,2 Millionen Euro pro Saison. Die Rechnung ist simpel: Er will mehr als das Doppelte.
Was diese zahl bedeutet – intern bei liverpool
Mit 18 Millionen Euro jährlich würde Szoboszlai im Gehaltsranking der Reds auf Platz drei vorrücken. Gleichauf mit Alexander Isak, hinter Mohamed Salah und Virgil van Dijk. Das ist kein bescheidenes Anliegen. Das ist eine klare Ansage: Ich gehöre zur ersten Reihe dieses Klubs, und ich will behandelt werden wie jemand aus der ersten Reihe.
Brisant daran: Laut dem englischen Portal Teamtalk ist Liverpool grundsätzlich bereit, die Forderungen ernsthaft zu prüfen. Die Gespräche sollen bald intensiviert werden. Wer glaubt, das sei nur Verhandlungstaktik, unterschätzt, was Szoboszlai in dieser Saison geleistet hat.

Zahlen, die für sich sprechen
In einer für Liverpool insgesamt holprigen Saison war der Ungar einer der wenigen, die konstant abgeliefert haben. Trainer Arne Slot schickte ihn im Herbst mehrfach als Rechtsverteidiger auf den Platz – eine Position, die nicht seine ist. Szoboszlai machte es trotzdem. Ohne Murren, mit Spielintelligenz und vollem Einsatz.
International läuft er zur Höchstform auf. In der Champions League kommt er in der Ligaphase auf vier Tore und vier Vorlagen in acht Spielen. Das ist keine Nebenrolle. Das ist Führungsspieler-Niveau.
Der haken an der sache
Liverpool hat im Sommer tief in die Tasche gegriffen – rund 500 Millionen Euro für Neuzugänge wie Florian Wirtz, Alexander Isak, Hugo Ekitike, Jeremie Frimpong und Milos Kerkez. Ob der Klub nach diesem Transfersommer bereit ist, einen weiteren Top-Verdiener zu schaffen, ist keine Selbstverständlichkeit. Die Kasse ist nicht unerschöpflich.
Aber Liverpool hat selten einen Schlüsselspieler ziehen lassen, wenn es nicht sein musste. Und bei Szoboszlai müsste es nicht sein. Der Vertrag läuft noch bis 2028 – genug Zeit für beide Seiten, einen kühlen Kopf zu bewahren. Nur: Wer wartet, riskiert, dass die Forderungen nicht kleiner werden. Stefan Fischer sagt es direkt: Dieser Poker hat gerade erst begonnen – und Szoboszlai hält die besseren Karten.
