Roger wittmann kontert rummenigge: moralische fragen im profifußball

Wittmann greift rummenigge scharf an

Roger Wittmann, ein bekannter Spielerberater, hat sich in der Sky-Sendung „Triple“ deutlich zu Wort gemeldet und die Aussagen von Karl-Heinz Rummenigge bezüglich der Honorare von Beratern kritisiert. Wittmann stellte die moralische Integrität des ehemaligen Bayern-Bosses in Frage: „Ich glaube, dass der Kalle nicht der richtige ist, um über Moral oder Unmoral zu reden.“

Der auslöser: rummenigges kritik an beraterhonoraren

Der auslöser: rummenigges kritik an beraterhonoraren

Hintergrund der Auseinandersetzung sind Äußerungen von Rummenigge gegenüber dem Weltverband FIFA, in denen er die Zahlungen an Berater als „unmoralisch“ und deren Einfluss als „ungeheuerlich“ bezeichnete. Er sprach sogar von einem „Rattenrennen“, da Berater beim letzten Transfermarkt insgesamt 1,347 Milliarden Euro vereinnahmt hätten.

Wittmann kontert: phishing und künstliche feindbilder

Wittmann wies diese Darstellung zurück und argumentierte, dass die Summe im Verhältnis zu den Gesamteinnahmen des Fußballs betrachtet werden müsse. „Von was? Von 1,35 Milliarden, oder vielleicht von 30 Milliarden Umsatz? Das ist schon wieder Phishing, künstliche Feindbilder, an die man sich gewöhnt hat“, so der Berater. Er unterstrich, dass Rummenigge selbst Teil dieses Geschäfts sei.

„Die regeln haben sie selber gemacht“

Wittmann betonte, dass die aktuellen Regelungen im Profifußball von den Beteiligten selbst geschaffen wurden. „Wenn der Spielerberater heute so wie es der Norm entspricht bezahlt wird, dann erkläre mir, was da unmoralisch ist. Die Regeln haben sie selber gemacht.“ Er forderte Rummenigge auf, die tatsächlichen Umsätze der Branche zu benennen und schätzte diese auf über 30 Milliarden Euro.

Kritik am fokus auf bayern münchen

Wittmann bemängelte, dass die Diskussion oft zu stark auf den FC Bayern München fokussiert sei, als ob dieser der Nabel der Welt wäre. Er argumentierte, dass Berater eine legitime Existenzberechtigung hätten und Rummenigge keine Grundlage habe, Forderungen in dieser Hinsicht zu stellen. „Das hat der gar nicht“, fügte er hinzu.

Rummenigges einschränkung

Selbst Rummenigge hatte in einem Punkt eingeräumt, dass es sinnlos sei, die Abschaffung von Beratern zu fordern. „Das ist für mich eine Nonsens-Geschichte.“ Wittmann verglich dies mit der Forderung nach Steuerfreiheit, die zwar auf Begeisterung stoßen würde, aber unrealistisch sei.