Rodri-poker: wechsel nach madrid trotz guardiola-abgang?

Manchester City steht ohne seinen prägenden Mittelfeldspieler Pep Guardiola. Und damit öffnet sich eine Tür für Real Madrid? Der spanische Nationalspieler Rodri (29) wird von den Königlichen seit Längerem gejagt, und der plötzliche Abschied des Trainers könnte seine Entscheidung maßgeblich beeinflussen.

Guardiola-abhängigkeit: war rodri gefangen?

Guardiola-abhängigkeit: war rodri gefangen?

Rodri hat sich zurzeit mit der spanischen Nationalmannschaft auf die anstehende Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko vorzubereiten, dennoch drängen die Fragen um seine Zukunft auf ihn. Seine Aussage auf der Pressekonferenz war alles andere als ein klares Bekenntnis zu Manchester City: „Das gehört zum Fußball dazu“, vermied er es, eine definitive Aussage zu treffen. Vielmehr betonte er seine Fokussierung auf die Aufgaben mit der Nationalmannschaft. Ein klares „Ja“ zu City blieb aus – ein deutliches Signal?

Die Bindung an Guardiola war stets offensichtlich. Rodri hat seine Zukunft in der Vergangenheit immer eng mit dem Erfolg und der sportlichen Ausrichtung des spanischen Trainers verknüpft. Mit Guardiolas Weggang verändert sich jedoch die gesamte Dynamik. Der Katalane hat nicht nur den Verein, sondern auch ein System geprägt, in dem Rodri eine Schlüsselrolle spielte. Ob das neue Trainerteam Citys Spielstil ähnlich gestalten wird, bleibt abzuwarten.

Real Madrids Interesse an Rodri ist kein Geheimnis. Der Mittelfeldspieler passt perfekt in die Pläne der Königlichen, die seit Jahren nach einer Verstärkung im Zentrum suchen. Allerdings steht Real selbst vor einer Zäsur. Nach einer enttäuschenden Saison und dem Rücktritt von Präsident Florentino Pérez (indirekt durch die Ankündigung von Neuwahlen) herrscht in Madrid erst einmal Stillstand.

Die Neuwahlen am 7. Juni werden entscheidend sein. Gewinnt Pérez den Wahlkampf und bleibt im Amt, könnte er José Mourinho als neuen Trainer präsentieren – einen Mann, der ebenfalls ein Faible für Rodris Spielweise hat. Die Wahrscheinlichkeit eines Angebots aus Madrid würde sich dann deutlich erhöhen.

Aber: Alaba sucht ebenfalls einen neuen Verein. Seine Suche gestaltet sich bisher schwierig. Und während sich Real intern neu ausrichtet, könnte die Chance für Rodri, in der spanischen Hauptstadt zu spielen, tatsächlich nie besser gestanden haben. Die Weltmeisterschaft wird zeigen, ob er den Schritt wagt und seine Zukunft in einem neuen Gewand schreibt.