Hütter krempelt eintracht: so plant der neue coach die offensive!

Frankfurt fiebert dem Start der neuen Saison entgegen, und mit Adi Hütter am Trainerbanco weht ein frischer Wind. Der Österreicher hat bereits erste Pläne verraten, wie er die Eintracht-Offensive formen will – und es gibt einige Überraschungen.

Klarheit statt improvisation: hütter will seine spieler optimal einsetzen

Die Ära Albert Riera war geprägt von fragwürdigen Entscheidungen und ungewöhnlichen Positionierungen. Ritsu Doan, Arnaud Kalimuendo und Nathaniel Brown mussten sich oft mit Rollen abfinden, die ihren Stärken kaum gerecht wurden. Das soll nun vorbei sein. Hütter betonte bereits bei seiner Vorstellung, dass er Wert auf Klarheit legt und seine Spieler auf ihren besten Positionen einsetzen wird. Das ist nicht nur logisch, sondern auch ein Versprechen an die Fans, die sich seit langem eine konsequentere Spielanlage wünschen.

Allerdings bedeutet das nicht, dass Spieler nur dort spielen werden, wo sie es seit jeher getan haben. Hütter erinnerte an seine Zeit in Wolfsburg, als er Filip Kostic erfolgreich als stürmenden Linksverteidiger einsetzte. Flexibilität ist gefragt, aber die Zeiten der willkürlichen Neuverteilungen sind gezählt.

Ein Sechser ist Priorität: Die Suche nach einem defensiven Mittelfeldspieler, einem sogenannten „Sechser“, ist offensichtlich eines der Hauptziele der Eintracht. Gerüchte um Soungoutou Magassa, Hütters ehemaligen Schützling aus Monaco und zuletzt bei West Ham, sind bereits im Umlauf. Die Frankfurter beobachten den 22-Jährigen schon seit einiger Zeit, was darauf hindeutet, dass die Verpflichtung ernst gemeint ist.

Kalimuendo-poker und uzun-fragezeichen

Kalimuendo-poker und uzun-fragezeichen

Neben der Suche nach einem Sechser wird Markus Krösche wohl auch versuchen, Arnaud Kalimuendo fest an die Eintracht zu binden. Die Ausstiegsklausel in Höhe von 27 Millionen Euro ist zwar eine Herausforderung, aber die Verhandlungen mit Nottingham Forest sollen bereits im Gange sein. Eine Doppelspitze aus Jonathan Burkardt und Kalimuendo klingt verlockend, zumal Younes Ebnoutalib ebenfalls auf seine Chance in der Bundesliga drängt.

Ein zentraler Baustein der Planungen ist Can Uzun. Der 20-Jährige hat sich durch eine starke Saisonendphase und überzeugende Testspieleinsätze einen Platz im türkischen WM-Kader verdient. Bleibt er? Ein großer europäischer Verein, der ein unwiderstehliches Angebot abgibt, könnte die Entscheidung für ihn erschweren. Aber Hütter ist bekannt dafür, auch talentierte Spieler zu entwickeln und zu Höchstleistungen zu motivieren – selbst wenn sie nicht zu den schnellsten Rückwärtsläufern gehören.

Verteidigung muss schneller werden, santos-zukunft ungewiss

Verteidigung muss schneller werden, santos-zukunft ungewiss

Auch in der Innenverteidigung wird Hütter möglicherweise nach Verstärkung suchen. Robin Koch, Arthur Theate und Aurèle Amenda sind zwar routinierte Spieler, aber es fehlt ihnen oft an Schnelligkeit. Ein schnellerer Abwehrspieler könnte die Eintracht defensiv stabiler machen.

Die Torwart-Situation ist ebenfalls noch unklar. Krösche soll Hütter den Wunsch nach einer Chance für Kaua Santos als Nummer eins ausgetragen haben. Ob Hütter dieser Ansicht ist, bleibt abzuwarten. Ein erfahrener Torwart an Santos’ Seite könnte die Konkurrenz erhöhen und die Leistungen stabilisieren.

Mit dem Nachwuchs soll Hütter indes nicht sparen. Er gab bereits den Namen von Niko Ilicevic, einem 15-jährigen Talent aus der eigenen Jugend, der ihn interessierte. Ein Zeichen, dass die Eintracht auch auf junge Talente setzt und ihnen eine Chance geben will.

Die Planungen sind noch nicht abgeschlossen, aber eines ist klar: Adi Hütter will die Eintracht neu formen und zu einem echten Herausforderer in der Bundesliga machen. Die Fans dürfen gespannt sein, wie sich seine Pläne bewahrheiten werden.