Rod woodson platzt der kragen: steelers in rodgers-falle festgenagelt

Stefan Fischer, TSV Pelkum Sportwelt – Die Steelers haben keinen Plan B, Aaron Rodgers spielt den Unnahbaren, und Rod Woodson kocht vor Wut. „Wenn er spielen will, soll er’s sagen. Wenn nicht, sollen sie weitermachen“, donnert der Hall-of-Fame-Cornerback in die Mikros von „The Rich Eisen Show“. Seine alte Franchise hängt in der Unschärfe fest – und die Uhr tickt lauter als je zuvor.

Pittsburghs komplette Offseason-Strategie baute auf einem 42-jährigen Quarterback, der sich seit Wochen hinter „Ich genieße die Zeit mit meiner Frau“ versteckt. Ergebnis: Kein neuer QB, kein konkreter Draft-Plan, nur Will Howard und Mason Rudolph – ein Tandem, das bisher eher Backup-Türen öffnet als Endzonen.

Woodson erinnert an die favre-farce

„Was ist nur mit diesen Packers-QBs?“ Woodson schüttelt den Kopf. „Erst Brett Favre, jetzt Rodgers – immer dieselbe Show.“ Die Parallele nagt an ihm: Auch Favre zog seine Entscheidung in die Länge, ließ Teams im Regen stehen und verunsicherte komplette Locker Rooms. Pittsburgh droht dasselbe Schicksal, weil die Front Office auf eine Hand warten, die vielleicht nie ausgestreckt wird.

Die Zahlen sind hart: Seit dem 12. Februar ist Free Agency, seit dem 3. März offiziell Offseason-Programm. Mehr als 50 Quarterbacks wechselten in diesem Zeitraum die Teams – keiner davon trägt schwarz-gold. Stattdessen verbrannt die Steelers 14,3 Mio. Dollar Cap Space für Rudolphs Vertragsverlängerung und Howard als Notlösung. Ein Starter-Niveau? Fehlanzeige.

Rodgers’ ruhe ist pittsburghs albtraum

Rodgers’ ruhe ist pittsburghs albtraum

„Ich habe kein Angebot erhalten“, wiederholte Rodgers bei Pat McAfee fast gelassen. Für ihn klingt das wie Freiheit, für die Steelers wie ein K.o.-Schlag. Denn jeden Tag, den der vierfache MVP wartet, verteuern sich Alternativen – oder verschwinden ganz. Jaxson Dart, von Woodson favorisiert, landete bei den Giants. Kirk Cousins wechselte nach Atlanta. Russell Wilson unterschrieb in Pittsburgh? Nur ein Gerücht, das nie Realität wurde.

Die Front Office um GM Omar Khan schwieg zuletzt, doch intern brodelt es. Headcoach Mike Tomlin plant Offseason-Drills ohne klar definierte QB1, die Receiver laufen Routes für zwei Kandidaten, die sich selbst nicht sicher sind, wann oder ob sie jemals die Anspiel-Plays rufen dürfen.

Woodson legt nach: „Entweder du willst Football, oder du willst Urlaub. Aber du kannst nicht eine Franchise in Geiselhaft nehmen.“ Sein Rat: Draft einen Quarterback, verpflichte einen erfahrenen Veteranen auf Probe – und signalisiere Rodgers, dass die Türe zwar offen, aber kein roter Teppich ausgerollt wird.

Die uhr tickt bis zum 24. juli

Die uhr tickt bis zum 24. juli

Dann beginnt das Training Camp. Bis dahin muss Pittsburgh wissen, wer die Offense führt. Verpasst die Front Office auch diese Deadline, könnte die Rodgers-Saga in eine vollständige Saison-Katastrophe münden. Die Fans sind zwiegespalten: Die einen flehen ihn an, endlich Ja zu sagen. Die anderen wollen die Saga beenden – egal wie.

Rodgers selbst postete gesteinigt aus einem Strand-Urlaub ein Foto mit der Caption „Present over perfect“. Für die Steelers ist das derzeit weder noch. Sie haben weder Gegenwart noch Perfektion – nur ein Vakuum, das mit jedem Tag größer wird.

Die Ironie: Wer einst für spektakuläre Hail-Marys stand, lässt nun eine ganze Franchise in der Luft hängen. Woodson hat den Satz, der alles auf den Punkt bringt: „Große Quarterbacks treffen Entscheidungen – sie lassen niemanden warten.“ Die Steelers warten trotzdem. Und die Uhr tickt unerbittlich weiter.