Robin cuche schlägt zu: schweizer gold nach 0,61 sekunden vorsprung
Mailand/Cortina – Die Schweizer Ski-Asse haben die Paralympics so angeknurrt, dass das Olympische Dorf schon wieder von Jodeln erzittert. Nach dem Goldregen der Nicht-Behinderten vor Wochenfrist machte nun Robin Cuche den Auftakt zur nächsten Edelmetall-Party.
Der 27-Jährige setzte sich in der stehenden Abfahrt mit 0,61 Sekunden Vorsprung vor dem Franzosen Arthur Bauchet durch. Für Cuche war es die erste Paralympics-Krone nach drei Olympia-Teilnahmen und fünf Silbern aus Weltmeisterschaften. Der Hemiplegiker fuhr von Start bis Ziel an der Spitze – und ließ die Konkurrenz alt aussehen.

Théo gmür sorgt für schweizer doppelfreude
Hinten raus lieferte Théo Gmür mit Rang vier das zweite Schweizer Top-Resultat. Gmür verpasste Bronze um 1,10 Sekunden, bestätigte aber die Dominanz des Alpenlandes im alpinen Rennsport – egal, ob mit oder ohne Handicap.
Die Medaillen-Rennen in Cortina d’Ampezzo zeigen: Die Schweiz ist nicht nur im Weltcup, sondern auch bei den Paralympics die Adresse für Speed auf Brettern. Die Vorstellung von Cuche war dabei ein Lehrstück für Nervenstärke – er attackierte, statt zu verwalten, und ließ die Uhr sprechen.
Mit Blick auf die weiteren Tage der Wettkämpfe dürfte Cuches Gold der Startschuss für weitere Podest-Platzierungen sein. Die Schweizer Delegation reist mit breiter Brust – und dem klaren Anspruch, auch in Slalom und Riesenslalom mitzumischen.
