Champions-league-drama: bayern verpasst finale trotz kane-tor!
München bangt, Paris feiert: Der FC Bayern München ist in der Champions League ausgeschieden. Das 1:1 im Rückspiel gegen Paris Saint-Germain reichte nicht, um das 4:5 aus dem Hinspiel zu egalisieren. Ein bitteres Ende für die Hoffnungen auf das Triple, das nun endgültig geplatzt ist.
Schiri-pfiffe und verpasste chancen
Die Partie war geprägt von Kontroversen. Schiedsrichter João Pinheiro (Sport BILD-Note 6) verpasste in der 29. Minute eine klare Tätlichkeit von Nuno Mendes, die eine Gelb-Rote Karte nach sich gezogen hätte. Nur zwei Minuten später ließ er einen Handelfmeter für die Bayern liegen, nachdem Joao Neves den Ball an den Arm bekommen hatte. Während die Entscheidung in Bezug auf Neves regelkonform gewesen sein mag, empörten die Fans und auch Trainer Thomas Tuchel über den Nicht-Einsatz der roten Karte für Mendes. Der Portugiese entging einer Strafe, die das Spiel hätte entscheidend beeinflussen können.
„Ein bisschen Quatsch, bisschen Blödsinn“, kommentierte Bayern-Coach Thomas Tuchel die umstrittenen Entscheidungen nach dem Spiel. Die verpassten Chancen und der Schiedsrichter-Kommentar lassen einen bitteren Nachgeschmack zurück.

Fairplay trotz des kampfes
Obwohl die Spannung auf dem Platz enorm war, blieben die Spieler weitestgehend fair. Es kam zu keinen nennenswerten Rudelbildungen. Ein positives Detail in diesem ansonsten frustrierenden Abend für die Bayern-Fans.

Unerwartete freundschaft auf dem rasen
Besonders bemerkenswert war das Verhalten von Bayerns Dayot Upamecano und PSG-Stürmer Ousmane Dembélé. Letzterer hatte Paris bereits in der dritten Minute in Führung gebracht, während Harry Kane in der Nachspielzeit für die Bayern traf. Trotz der intensiven Duelle im Laufe des Spiels verließen Upamecano und Dembélé das Stadion Arm in Arm – ein Zeichen der Fairness und des Respekts zwischen zwei Top-Athleten. Die beiden kennen sich bestens aus der französischen Nationalmannschaft, wo sie beide eine wichtige Rolle spielen. Dembélé debütierte 2016 und wurde 2018 Weltmeister, während Upamecano 2020 sein erstes Länderspiel bestritt.

Finale für dembélé, königsklasse-enttäuschung für upamecano
Während Upamecano mit Bayern die Champions League verpasst hat, steht für Dembélé noch das prestigeträchtige Finale gegen Arsenal am 30. Mai in Budapest an. Beide Spieler werden zweifellos alles darlegen, um ihre jeweiligen Ziele zu erreichen. Die Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika steht ebenfalls an, und beide hoffen, mit Frankreich den Titel zu holen.
Die Niederlage gegen Paris Saint-Germain ist ein herber Rückschlag für den FC Bayern, der nun die Bundesliga-Meisterschaft und den DFB-Pokal in die Waage legen muss. Die Diskussion um die Schiedsrichterleistung wird jedoch noch lange nachwirken.
