Richterin kippt ermittlungen gegen nico und iñaki williams – deal um 40.000 euro war kein betrug
Kein Betrug, keine falschen Versprechungen, keine Straftat. Die Ermittlungen gegen die Brüder Nico und Iñaki Williams sind eingestellt. Die Richterin am Zivilgericht Aoiz (Navarra) hat die Klage gegen die Athletic-Stars abgewiesen – und damit ein Kapitel geschlossen, das seit Dezember 2024 für Schlagzeilen sorgte.
Der deal: mercedes cla 45 gegen amg e63 plus 40.000 euro
Der Vorwurf klang spektakulär: Nico Williams habe bei einem Autotausch sein altes Fahrzeug gegen ein neues plus 40.000 Euro Barzahlung erhalten – und dann den Deal schleifen lassen. Der Kläger behauptete, nie das Geld bekommen zu haben. Die Gegenseite konterte: Das Fahrzeug sei zurückgegeben worden, die 8.340 Euro für die Ummeldung bereits überwiesen. Die Richterin lässt beide Versionen nebeneinander stehen – und erkennt keine kriminelle Energie.
Die Akten zeigen: Am 16. Dezember 2024 buchte Nico 8.340 Euro auf das Konto des Klägers – Verwendungszweck: „Matricula omnigeston“. Der Kläger bestätigte die Zahlung, monierte aber, die Mutter der Williams-Brüder halte den Betrag für zu hoch. Daraufhin überwies er am 6. Dezember 3.000 Euro an Iñaki. Dieser erklärte vor Gericht, es handele sich um ein Spielcasino-Darlehen, das am Vortag in Bilbao ausgezahlt wurde. Der Ausdruck seiner Kreditkarte liegt bei.

Keine anhaltspunkte für betrug – nur verworrene vertragsdetails
Die Richterin urteilt klar: „Es liegt lediglich ein zivilrechtliches Verhältnis vor, das keine Anhaltspunkte für eine Straftat erkennen lässt.“ Die widersprüchlichen Aussagen seien typisch für Handel und Tausch – nicht für Betrug. Ob die 40.000 Euro jemals geflossen sind, bleibt offen. Fest steht: Nico übergab seinen Wagen, nahm den neuen entgegen und stellte ihn nach Eingang der Klage wieder zurück. Der Kläger fuhr laut eigenen Angaben nur eine Woche damit – ohne Umschreibung.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft Navarra kann innerhalb von zehn Tagen Berufung einlegen. Doch nach Einschätzung von Juristen ist die Chance gering, dass sich die Vorwürfe wieder aufwärmen lassen. Für die Williams-Brüder geht es zurück auf den Platz – und weg von den Gerichtssälen.
