Reggio wirbelt die serie a durcheinander – milano auf der hut
Reggio Emilia schlägt zweimal zu, während die Großen stolpern. Nach der Gala gegen Virtus Bologna bügelt die Grissin Bon Brescia platt und verhindert den Anschluss an die Spitze. Sechs Siege in Serie – das ist kein Zufall mehr, das ist ein Statement. Milano, passt auf: Ostern kommt der Angreifer.
Das tabellenbild rutscht auseinander
EA7 Milano patzt in Udine. Die Bianconeri liegen fünf Minuten vor Schluss noch zurück, dann schlägt die Stunde von Michele Ruzzier und Kompagnie: 17-6-Run, Sieg, Leben in der Play-off-Rennerei. Platz acht? Noch lange nicht sicher. Varese nutzt den Schwenk, schießt Tortona und Cremona nieder und klebt wieder an der oberen Tabellenhälfte. Wer jetzt zuckt, fliegt raus.
Cantu atmet auf. Mit Neuzugang Jerome Robinson und dem unermüdlichen Amadou Sow Ballo schubst die Biancoblù Trieste beiseite. Im Keller wird jeder Sieg zur kleinen Meisterschaft. Ganz ähnlich sieht es in Treviso aus: Ein Auswärtscoup in Sassari, und plötzlich sind die Leoparden nur noch einen Hauch hinter den sicheren Plätzen. Die Abstiegszone ist kein Gefängnis mehr – sie ist ein Trampolin.

Das quintett der woche
Jeremy Simmons (Reggio) regiert die Zone, Justin Simon (Varese) fliegt über das Parkett, Andrea Mezzanotte (Trieste) trifft aus allen Lagen, Tomas Woldetensae (Udine) bestraft Milano aus der Distanz und Chris Wright (Cantù) lenkt den Aufstand. Kein Superstar dabei – und genau das macht diese Runde so köstlich.
Die 24. Spieltag liefert keine Antworten, nur neue Fragen. Wer sich jetzt auf die Play-offs versteift, verliert den Boden unter den Füßen. Reggio Emilia hat es vorgemacht: Angriff ist die beste Verteidigung – auch gegen die eigene Unsicherheit. Die Serie A ist offener als je zuvor. Und Milano spürt den Atem im Nacken.
