Red bull am tiefpunkt? villeneuve schlägt alarm!
Die Formel 1 ist in Aufruhr. Jacques Villeneuve, der 1997 die Weltmeisterschaft gewann, hat eine erschütternde Prognose für Red Bull abgegeben: Das Team habe den Tiefpunkt noch nicht erreicht. Seine Worte sind ein Schock für alle Motorsportfans, die an den Erfolg des Traditionsrennstalls gewöhnt sind.
Verlust des glanzes: was ist mit red bull passiert?
Villeneuve, der in der "Sky Sports F1 Show" sprach, machte seine Kritik deutlich. "Sie sind auf der Erfolgswelle geritten“, erinnerte er an die glorreichen Zeiten mit Sebastian Vettel und Max Verstappen. Doch diese Ära scheint vorbei. Der Kanadier sieht eine tiefgreifende Veränderung: "Das Team hat seinen Glanz verloren. Niemand spricht mehr über Red Bull als das verrückte, spaßige, schnelle Team, das immer eine Lösung findet.“ Stattdessen dreht sich die Diskussion nur noch um Max Verstappen – den letzten Hoffnungsträger.
Die Abgänge von Schlüsselpersonen wie Christian Horner, Jonathan Wheatley, Helmut Marko und Adrian Newey haben die Situation weiter verschärft. "Es ist ein schwieriges Pflaster geworden. Sie haben jeden losgeworden, der dieses Team zu dem gemacht hat, was es heute ist“, so Villeneuve. Es wirkt, als hätte man das Fundament des Erfolgs untergraben.
Ein politisches Klima hat sich in Milton Keynes breitgemacht, so Villeneuve. Interne Machtkämpfe und Streitigkeiten scheinen die Entwicklung des Teams zu behindern. Selbst Helmut Marko, eine Ikone im Red Bull-Universum, wurde an den Rand gedrängt. Das einst so florierende Juniorprogramm ist kaum noch Thema.
Villeneuve betonte, dass Max Verstappen zwar immer noch das Auto an seine Grenzen bringe – "er ist im Moment das Einzige, was im Team noch gut ist, abgesehen vom Motor“ – aber er könne das Team nicht alleine tragen. "Er ist kein Autodesigner. Er ist sehr gut darin, ein Auto weiterzuentwickeln und zu sagen, was gebraucht wird, aber man braucht trotzdem die Leute um sich herum.“ Die Abhängigkeit von einem Einzelkämpfer ist riskant und langfristig nicht tragfähig.
Die Leistung des Verbrennungsmotors (ICE) wird hingegen gelobt: „Der Motor ist sehr gut, zumindest der Verbrenner-Teil.“ Das wirft die Frage auf, ob die Probleme primär im Teammanagement und der Entwicklungsstrategie liegen.

Neuanfang erforderlich: kann red bull wieder aufsteigen?
Villeneuve ist jedoch nicht hoffnungslos. Er glaubt, dass ein Neuanfang möglich ist, allerdings nur, wenn die aktuellen politischen Verwicklungen gelöst werden. "Es wird wieder aufgebaut werden. Dafür müssen wir abwarten, bis all die politischen Aspekte geklärt sind.“ Die Frage ist, ob die Verantwortlichen in der Lage sind, die notwendigen Entscheidungen zu treffen und eine neue, stabile Basis für den Erfolg zu schaffen. Nur so kann Red Bull seinen Platz an der Spitze der Formel 1 zurückerobern.
