Kimmichs überraschende ehrlichkeit: aberglaube beim wm-kampf?

Vor dem entscheidenden zweiten Gruppenspiel der Fußball-Weltmeisterschaft gegen die Elfenbeinküste, in dem der Einzug in die K.o.-Runde auf dem Spiel steht, hat Nationalspieler Joshua Kimmich überraschend offen über seine Einstellung zu Aberglauben gesprochen. Die Antwort des Kapitäns könnte einige Fans überraschen.

Keine rituale vor dem spiel

Im exklusiven Interview mit MagentaTV, aufgenommen vor dem wichtigen Duell, wurde Kimmich von Field-Reporter Thomas Wagner direkt nach seinem Aberglauben gefragt. Die Antwort kam prompt und ohne Umschweife: „Nein, überhaupt nicht.“ Der Grund dafür liege, so Kimmich mit einem Augenzwinkern, in den unterschiedlichen Anstoßzeiten, die eine strikte Rituale-Einhaltung unmöglich machen würden. „Da bin ich nicht so abergläubisch“, betonte er.

Stattdessen legt der 31-Jährige Wert auf eine gute Vorbereitung, „mit welchem Bein ich jetzt aufstehe, ist mir relativ egal“, fügte er lachend hinzu. Diese entspannte Haltung vor einem so wichtigen Spiel könnte ein Zeichen für die Ruhe und den Fokus sein, die das deutsche Team benötigt, um gegen die Elfenbeinküste erfolgreich zu sein. Das Spiel gegen Curacao deutete zwar auf eine klare Dominanz hin (7:1), doch gegen die afrikanische Auswahl wird es deutlich schwieriger.

Elfenbeinküste: schnelligkeit und umschaltspiel

Elfenbeinküste: schnelligkeit und umschaltspiel

Kimmich analysierte die Stärken des Gegners: „Eine Mannschaft, die sehr, sehr gut im Umschalten ist, die natürlich speziell auf den Außen sehr, sehr gute Einzelspieler hat, die dann ein gutes Dribbling und eine gute Schnelligkeit haben.“ Dennoch betonte er, dass die deutsche Mannschaft ihre eigenen Stärken nicht vergessen dürfe. „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir auch mit unseren Stärken ihnen sehr wehtun können.“

Die Aufstellung für das Spiel gegen die Elfenbeinküste sieht wie folgt aus: Neuer – Kimmich, Tah, N. Schlotterbeck, Brown – F. Nmecha, Pavlovic, L. Sané, Musiala, Wirtz – Havertz. Ein starkes Team, das nun seine Fähigkeiten gegen einen ebenbürtigen Gegner unter Beweis stellen muss.

Ein Zwischenfall sorgte kurzzeitig für Gesprächsstoff: Ein WM-Star wurde dabei beobachtet, wie er sich mitten im Spiel die Uhr des Schiedsrichters schnappte. Ein eher ungewöhnliches Verhalten, das aber nicht den Blick vom eigentlichen Spielgeschehen ablenken durfte. Die Spannung steigt, die Vorfreude auf das Spiel ist groß. Deutschland muss liefern, um den Traum vom WM-Titel am Leben zu erhalten. Die entspannte Art von Kimmich könnte jedoch genau das richtige Signal für das Team sein – eine Mischung aus Konzentration und spielerischer Leichtigkeit, die entscheidend sein könnte.