Real-talent pitarch läuft nach derby-pleite einfach nach hause

Kein Fahrer, kein Luxusauto, kein Entourage. Thiago Pitarch verließ das Estadio Santiago Bernabéu nach der 1:0-Niederlage gegen Getafe schlicht zu Fuß – so, wie ein ganz normaler Mensch nach einem langen Arbeitstag nach Hause geht. Nur dass dieser 18-Jährige gerade sein Startelf-Debüt für Real Madrid hinter sich hatte.

Ein debüt, das niemand so geplant hatte

Der Mittelfeldspieler aus der Jugendakademie der Königlichen stand gegen Getafe erstmals von Beginn an auf dem Rasen. Kein sanfter Einstieg, keine Schonfrist. Direkt ins Derby, direkt in die Niederlage. Das ist der Stoff, aus dem Karrieren entweder wachsen oder brechen.

Pitarch hat offenbar die richtige Reaktion gewählt. Statt sich im Mannschaftsbus zu vergraben oder schnell zu verschwinden, nahm er sich nach dem Abpfiff noch Zeit für seine Fans – Autogramme, Fotos, ein paar Worte. Das fiel auf. Das wurde gefilmt. Und das sagt mehr über seinen Charakter als jede Pressekonferenz.

Was dieser moment wirklich bedeutet

Was dieser moment wirklich bedeutet

Es wäre leicht, die Szene als nette Randnotiz abzutun. Aber in einer Welt, in der Profifußballer zunehmend hinter getönten Scheiben und Sicherheitsleuten verschwinden, wirkt ein junger Real-Madrid-Spieler, der nach einer Pleite zu Fuß geht und Selfies macht, fast anachronistisch. Fast erfrischend.

Die Aufnahmen, die @anarasueros auf X veröffentlichte, verbreiteten sich rasend schnell. Nicht wegen eines spektakulären Tors, nicht wegen eines Skandals – sondern weil Bodenständigkeit im Profisport inzwischen selbst zur Nachricht geworden ist. Das sagt einiges über den Zustand des modernen Fußballs.

Pitarch ist 18. Er hat verloren. Er ist trotzdem geblieben. Genau das werden die Madrider Fans nicht so schnell vergessen.