Real madrid: euroliga-albtraum in piräus!
Ein Schock für die Königlichen: Der Real Madrid hat in der EuroLeague eine deutliche Niederlage gegen den Olympiakos Piräus kassiert und damit die Tabellenführung ernsthaft gefährdet. Das 82:100 deutet nicht nur auf eine bittere Niederlage hin, sondern auch auf tiefgreifende Probleme im Spiel der Madrilenen.

Verlust des average und gefährdeter platz unter den top 4
Die Pleite in Griechenland wirft lange Schatten. Nicht nur die Niederlage selbst ist ein herber Rückschlag, sondern auch der verlorene Average gegen Olympiakos – ein Faktor, der in engen Entscheidungen entscheidend sein kann. Der Abstand zum liderato wächst, und die Gefahr, die ersten vier Plätze zu verpassen, wird immer realer. Mit einer Bilanz von 5 Siegen und 13 Niederlagen auswärts, offenbart das Team von Scariolo eine erschreckende Unzuverlässigkeit abseits des eigenen Spielfelds.
Was auffällt? Das Team präsentierte sich gestern Abend ohne jegliche Spielidee. In der Offensive fand man kaum Lösungen, in der Defensive ließ man viel zu viel zu. Ein katastrophaler Start ins Spiel mit nur zwei Punkten im ersten Viertel (13:2) verdeutlichte die Probleme. Dann folgte ein kurzzeitiger Aufwärtstrend, ein 0:18-Teiler, der kurzzeitig die Führung brachte, doch der Olympiakos konterte umgehend. Die griechischen Stars Vezenkov (24 Punkte, 9 Rebounds) und Dorsey (unglaubliche 37 Punkte, darunter 7 von 11 Dreiern) dominierten das Spiel, ihre Punkteausbeute übertraf sogar die Summe der Wertungen aller Madrid-Spieler.
Ein besonderes Augenmerk gilt dem Umstand, dass die besten Phasen des Real Madrid mit Vezenkov und Dorsey auf der Bank stattfanden. Die anschließende Antwort der Griechen, angeführt von ihren Stars, brachte das Momentum zurück in ihre Richtung. Selbst ein 9:0-Lauf durch erfolgreiche Dreier konnte den Lauf des Olympiakos nicht aufhalten.
Campazzo wirkte in der Partie nahezu wirkungslos, während Feliz eine belebende Wirkung zeigte. Lyles (22 Punkte, 6 von 8 Dreiern) und die aggressiven Rebounds sorgten kurzzeitig für Hoffnung, doch das Comeback der griechischen Stars brachte die Wende. Hezonja zeigte zwar einige Treffer, blieb aber auch unbeständig, und Maledon blieb weit unter seinen Möglichkeiten. Ein erneuter Wechsel auf die Bank für die beiden Griechen brachte den entscheidenden Schub für Olympiakos, ein Dreier von Ward baute die Führung auf 19 Punkte aus (84:65).
Die Madrilenen wirkten demontiert, der Average war unerreichbar, und die Niederlage wurde zur Realität. Morgen steht die Auswärtspartie gegen Fenerbahce an, die aktuell in einer Ergebniskrise steckt. Ob sich der Real Madrid fängt und seine Auswärtsschwäche überwinden kann, bleibt abzuwarten.
Die Bilanz spricht eine deutliche Sprache: 5 Auswärtssiege bei 13 Niederlagen. Eine Saison, die für den spanischen Rekordmeister bisher von vielen Enttäuschungen geprägt ist. Die Frage ist, ob die Verantwortlichen die richtigen Antworten auf die aktuellen Probleme finden können, bevor es endgültig zu spät ist.
