Deschamps verkündet frankreichs wm-kader: stars präsent, überraschungen fehlanzeige

Die Spannung war kaum zu überbieten: Didier Deschamps, der erfahrene Taktiker, hat den Kader für Frankreichs ambitionierten Start in die WM 2026 präsentiert. Ein Aufgebot voller Stars, das die Erwartungen erfüllt – und doch Fragen aufwirft.

Die stars sind dabei, die konkurrenz heiß

Die stars sind dabei, die konkurrenz heiß

Kylian Mbappé führt die Riege der französischen Superstars an, flankiert von Ousmane Dembélé und Marcus Thuram. Die Bundesliga schickt Michael Olise und Dayot Upamecano mit ins Abenteuer USA, Kanada und Mexiko. Einziger Neuling im Kader ist Torhüter Robin Risser von RC Lens – ein klares Zeichen für die Tiefe des französischen Kaders.

Aber Deschamps' Entscheidung, lediglich fünf Mittelfeldspieler zu nominieren, wirft Fragen auf. Der Verzicht auf Eduardo Camavinga ist dabei der deutlichste Ausschluss. Seine Abwesenheit, begründet durch Deschamps' Vorliebe für eine solide Defensive, könnte im Laufe des Turniers zu Problemen führen. Denn die Hitze in Nordamerika stellt die Spieler vor eine enorme Belastung – eine Belastung, die ein breites Mittelfeld erst bewältigen kann.

Die Entscheidung von Deschamps ist ein kalkuliertes Risiko. Er setzt auf seine bewährten Kräfte, auf die Erfahrung, die in diesem Kader steckt. Doch ob diese Strategie aufgeht, wird die WM zeigen. Denn die Konkurrenz schläft nicht. Brasilien, Argentinien und auch Deutschland sind hungrig nach dem Titel.

Deschamps selbst beendete seine Amtszeit nach 14 Jahren. Nach der WM wird er seinen Posten räumen, ein Abschied von der französischen Nationalmannschaft, der viele Fans betrübt. Seine Worte bei der Bekanntgabe des Kaders beim französischen Sender TF1 waren klar: „Natürlich werde ich die französische Nationalmannschaft vermissen. Aber die Möglichkeit, wählen zu können, ist ein Privileg.“

Mbappé selbst äußerte sich enthusiastisch über die WM-Teilnahme: „Ein unglaublicher Stolz, erneut mein Land im größten aller Wettbewerbe zu vertreten. Wir werden versuchen, euch stolz zu machen.“ Ein klares Bekenntnis zu den Zielen, die Frankreich bei dieser WM verfolgt.

Das erste Gruppenspiel gegen Senegal am 16. Juni in New Jersey wird zeigen, ob Deschamps' Strategie aufgeht und Frankreich den Weg ins Turnierverlauf ebnen kann. Die Vorfreude ist groß, die Erwartungen sind hoch – und die WM 2026 verspricht, ein spannendes Kapitel in der Geschichte des französischen Fußballs zu werden.