Bakambu-poker: betis tobt über verspätete wm-rückkehr!
Sevilla – Ein Foulspiel der besonderen Art! Cédric Bakambu, der kongolesische Stürmer von Betis Sevilla, hat für gehörigen Aufruhr gesorgt. Vier Tage nach Ablauf der vereinbarten Rückkehrzeit aus der WM-Qualifikation mit der Demokratischen Republik Kongo landete der Angreifer in Sevilla – und damit auf der Abschussbahn bei seinem Verein.

Die wm-euphorie und ihre folgen
Bakambu hatte mit der kongolesischen Nationalmannschaft eine historische Mission erfüllt: Nach 52 Jahren kehrte das Land in die WM-Endrunde zurück. Die anschließenden Feierlichkeiten in Kinshasa zogen sich offenbar länger hin, als vereinbart. Betis reagiert nun mit einer Mischung aus juristischen Schritten und Disziplinarmaßnahmen. Präsident Ángel Haro ließ seiner Enttäuschung freien Lauf: „Ich habe nicht mit ihm sprechen können, es gab wohl WhatsApp-Kommunikation, aber die Situation gefällt mir überhaupt nicht – weder aus Sicht der kongolesischen Fédération, noch aus meiner Sicht als Präsident.“
Die Konsequenzen für Bakambu sind erheblich. Neben dem verpassten Ligaspiel gegen Espanyol muss er auch auf den Europa-League-Auftritt gegen Braga verzichten. Der Verein plant, den internen Disziplinarcode anzuwenden, der von allen Spielern unterzeichnet wurde. „Es gibt einen Disziplinarcode, den die Spieler unterschreiben. Dieser wird nun angewendet. Rechte gibt es, aber eben auch Pflichten“, erklärte Haro.
Doch die Sache hat noch eine weitere Facette. Betis prüft rechtliche Schritte, um Schadensersatz für die entstandenen Verluste zu fordern. Der verpasste Einsatz kostete dem Verein nicht nur Punkte, sondern auch potenzielle Einnahmen. Die juristischen Abteilungen beider Vereine sind bereits im Austausch, um die Möglichkeiten auszuloten.
Bakambus Vertrag läuft im Sommer aus und eine Verlängerung ist unwahrscheinlich. Dieser Vorfall dürfte seine ohnehin prekäre Situation bei Betis weiter verschlechtern. Die Frage, ob der Stürmer überhaupt noch einmal das Trikot des Vereins tragen wird, steht nun im Raum. Die Federación Congoleña hat die Angelegenheit ebenfalls nicht glücklich gehandhabt, indem sie die Freigabe des Spielers verzögerte. Ein unnötiger Zirkus, der beiden Seiten schadet.
Die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zusammenarbeit zwischen Bakambu und Betis ist gering. Der Verein muss nun klären, wie er mit der Situation umgeht und ob er einen Präzedenzfall für zukünftige Nationalmannschafts-Einberufungen schaffen will. Es bleibt abzuwarten, ob dieser Fall eine nachhaltige Veränderung in der Zusammenarbeit zwischen Vereinen und Nationalmannschaften bewirken wird.
