Rabiot zieht milan auf meisterkurs – 2,38 punkte mit ihm, nur 1,44 ohne

Ohne Adrien Rabiot läuft beim AC Milan gar nichts. Mit ihm marschiert die Rossoneri mit Meister-Zwischensprint. Die Zahlen sind gnadenlos: 21 Spiele, 15 Siege, 2,38 Punkte im Schnitt – das wären über 90 Zähler auf 38 Spieltage, eine Marke, die sonst nur Meister erreichen.

Die rabiot-formel: 1,14 punkte mehr, wenn er spielt

Die rabiot-formel: 1,14 punkte mehr, wenn er spielt

Die neun Partien ohne den Franzosen lesen sich wie ein anderer Klub: drei Siege, 13 Punkte, 1,44 im Cut. Fast ein ganzer Punkt Unterschied pro Spiel. Das ist kein Zufall, das ist ein System. Rabiot ist nicht nur Sechser, er ist Schaltzentrale, Pressing-Trigger und zusätzlicher Stürmer in einem.

Gegen Turin lieferte er den Beweis in 56 Minuten. Erst tankte sich Pulisic auf der rechten Seite frei, dann stand Rabiot am zweiten Pfosten blank – 2:1, Endstand 3:1. Kein Kunstsprinter, kein Fallrückzieher, aber ein Tor mit Gewicht. Milan hatte die erste Hälfte nur remis beendet, die Partie drohte zu kippen. Rabiots Knipser gab den Kick.

Die Fans feierten den Franzosen mit dem Maschinengewehr-Gestus, gemeinsam mit Landsmann Youssouf Fofana. Beim 3:1 knieten beide, machten den Surfer und hielten sich wie Pulisic den Ellbogen vors Gesicht – Mischung aus Leao- und US-Celebration. „Vielleicht bringt’s mir Glück“, lachte Fofana. Rabiot bringt’s auf jeden Fall.

Für sieben Millionen Euro plus Bonus aus Marseille geholt, hat der 29-Jährige Milan verwandelt. Fünf Tore stehen bereits zu Buche, vier weniger als in seiner besten Juve-Saison. Turin ist sein Lieblingsgegner: drei Treffer in dieser Spielzeit, kein anderer Verein kassierte öfter von ihm.

Die Verletzungspausen werden zur Nagelprobe. Gegen Fiorentina, Atalanta, Roma fehlte er – Milan holte zwei von neun Punkten. Die Lehre ist klar: Solange Rabiot läuft, läuft auch der Meistertrain. Ohne ihn bleibt San Siro ein offener Bauplatz.