Psv bleibt trotz blamage gegen telstar auf titelkurs – feyenoord patzt im klassiker
Der PSV hat sich selbst blamiert, ohne auch nur einen Millimeter an der Tabellenspitze zu wackeln. 1:3 in Telstar, Salah-Eddine schon vor der Pause vom Platz – und trotzdem fehlen den Verfolgern weiter 15 Punkte. Die Meisterschaft ist längst entschieden, nur die Schale steht noch nicht im Schrank.

Feyenoord rettet sich in der 84. minute
Rotterdams Hoffnung hieß Moder. Der Deutsche verwandelte einen Foulelfmeter, nachdem Ajax durch Steur lange gedacht hatte, den Klassiker zu gewinnen. Das 1:1 reicht, um den Vorsprung auf NEC auf drei und den Abstand zu Ajax auf fünf Zähler zu halten. Die Champions-League-Tür steht weiter offen – aber nur für die ersten beiden.
Die Zahlen sind brutal: PSV 71 Punkte, Feyenoord 56, NEC 53, Ajax 51. Selbst wenn die Eindhovener bis Mai nur noch Remis spielen würden, bliebe ihnen die Schale sicher. Trainer Peter Bosz wechselte in Telstar sieben Positionen, ließ Gakpo und De Jong zu Hause – und sah trotzdem, wie sein Ersatzensemble die Rote Karte provozierte und danach wie ein aufgedunsener Fisch herumflatterte.
Die Fans sangen trotzdem. „We zijn kampioen“ hallte schon in der 30. Minute durch das uitvak, als Sildillia den Anschlusstreffer erzielte. Es war ein Tor ohne Konsequenz, ein Schuss ins leere Netz der Bedeutungslosigkeit.
Für Telstar war es der erste Sieg gegen den PSV seit 1998 – ein Kuriosum, das nur noch in den Statistikbüchern lebt. Die Meisterschaft wird nicht in Noord-Holland entschieden, sondern in den Köpfen der Spieler, die seit Wochen mit dem Ferienflug nach Dubai buchen.
Die Uhr tickt. Noch fünf Spieltage, dann kann der PSV endlich die Schale in den Himmel stemmen – ohne auch nur eine Seklang anzuzweifeln, dass sie ihm gehört. Der Rest der Liga spielt nur noch um die Trostpreise. Die Saison ist zu Ende, bevor sie offiziell endet.
