Cabanes krönt sich zum triple-könig von la núcia und verjagt die konkurrenz
Nicolás Cabanes fuhr auf dem Asphalt von La Núcia den dritten Clio-Titel nacheinander ein – und das vor eigener Kulisse, wo sein Vater die Schaltzentrale des SuperCER betreibt. Der Alcoyano verwandelte die «Zitter-Krone» von 2025 in eine Machtdemonstration, die keine Fragen offenlässt.

Pérez kehrt zurück und gayoso schockt die altstars
Die Strecke hatte sich José Javier Pérez vom letzten Mal noch in Erinnerung gerufen: ein Flug über die Leitplanken, Krankenhaus, November 2024. Diesmal schlug der Elcheano zurück, nahm dem Asphalt die Wut und fuhr Platz zwei heraus – sein bestes Ergebnis im Clio Trophy Spain Asfalto seit drei Jahren. Hinter ihm, aber fast im Visier: Miguel Gayoso, 22, frisch gebackener Dacia-Cup-Champion aus Galicien. Der Ourensano gewann gleich die ersten beiden WP, obwohl er die serpentinenreichen Bergpassagen von La Núcia nur aus YouTube-Videos kannte. Ein Kontakt im Nachtloop kostete ihn den Sieg, nicht aber das Podest.
Die Cifra, die spricht: Cabanes holte in fünf Wertungsprüfungen drei Bestzeiten, büßte lediglich 3,8 Sekunden auf die Ideallinie ein und schraubte seine persönliche Siegquote auf 71 % – innerhalb der spanischen Monomarca ist das eine Hausnummer, vor der selbst die Renault-Techniker in Valladolid die Kappe ziehen.
Was niemand vorher auf dem Zettel hatte: Der Kanarier Jesús Pérez, letztjähriger Clio-Trophy-Sieger von den Inseln, beendete die Saisoneröffnung nur auf Rang vier. Seine Reifenwahl für die letzte Schleife war ein Zock – und ging in die Hose. «Wir dachten, die Spur würde abkühlen, aber der Asphalt war noch eine Pfanne», gestand er nach dem Zieleinlauf.
Die Mechaniker hatten noch nicht einmal die Siegesschampusflaschen geköpft, da stand Cabanes schon wieder mit der Stopwatch in der Hand. «Drei Titel hintereinander sind schön, aber ich will wissen, wie wir die Dämpfer noch fetter für Aragón bekommen», sagte er und ließ den Champagler einfach stehen. So sieht der Blick nach vorn aus, wenn der Prophet auf heimischem Terrain regiert.
