Premier padel: mittelfeld komplett neu gemischt – arce/tello und co. liefern den nächsten shake-up

Die Ruhe war trügerisch. Während die Top-Ten stillstand, riss die Kette im Mittelfeld – und zwar komplett. Seit gestern ist das Puzzle zusammengesetzt: Sanyo Gutiérrez und Víctor Ruiz teilen sich künftig die rechte Seite, Gonza Alfonso sucht den Punch neben Javi Barahona, und niemand, wirklich niemand, hatte Maxi Arce und Juan Tello auf dem Zettel.

Domino-effekt startete mit einem einzigen whatsapp-screenshot

Alfonsos Trennung von Sanyo vor drei Wochen war der erste Stein. Innerhalb von 48 Stunden waren Iñigo Jofre/Davi Gala, Jiménez/Javi García und Diestro/Maxi Sánchez Blasco beschlossene Sache. Doch die echten Kracher warteten: Arce, Shooting-Star des Jahres, trennte sich von Edu Alonso und setzt auf Tello, der seinerseits nach einem enttäuschenden Jahr mit Alonso neu durchstarten will. Alonso wiederum zieht den 20-jährigen Aimar Goñi hoch – ein Linkshänder mit Schlag wie ein Presslufthammer.

Die letzte Feinjustierung lieferten Pablo Lijó und Pablo García – zwei Drives, die sich gegenseitig beschleunigen sollen. Übrig bleiben nur drei Inseln im Sturm: Libaak/Chozas, Pol Hernández/Guille Collado und das Urgestein Tolito Aguirre/Álex Arroyo, die nach Cancún ohnehin Rückenwind haben.

Jungtalente suchen den mentor – und finden alte hasen

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Hinter den Top 30 wird es noch rauer. Manu Castaño, vorige Saison noch Jofres Schützling, greift jetzt zur erprobten Veteranen-Option: Xisco Gil wird Coach und Partner zugleich. Das Prinzip wiederholt sich: Maxi Sánchez, einst Weltnummer eins, pilotiert den zarten Linkshänder Juani Rubini. Miguel Lamperti schickt sich an, den paraguayischen Rohdiamanten Martín Abud zu schleifen, während Mariano González, größte Hoffnung des Landes, mit Curro Cabeza den nächsten Schritt wagt. Den Schlusspunkt setzen Andrés Fernández Lancha und Enri Goenaga – ein Duo, das niemand auf der Rechnung hatte.

Die Spitze lugt noch hinter dem Vorhang, doch die Geschichte des Pádel lehrt: Wenn sich unten alles verschiebt, bebt es bald auch oben. Die nächste Weltranglistenschreibung fällt auf den 12. Juni – dann zeigt sich, wer aus dem Tumult gestärkt hervorgeht.