Ofc am abgrund: zimmermann schimpft nach blassem auftritt

Offenbach – Alarmglocken schrillen am Bieberer Berg! Kickers Offenbach hat zwar den Klassenerhalt in der Regionalliga Südwest vorzeitig gesichert, doch die Art und Weise hat Trainer Mark Zimmermann in helle Aufregung versetzt. Nach dem müden 1:1 gegen den SV Waldorf fand der Coach deutliche Worte und ließ wenig Zweifel an seiner Unzufriedenheit.

Verunsichert und ohne biss: die offenbacher defensive

Die Erleichterung über den Verbleib in der Regionalliga währte nur kurz. Denn die Leistung seiner Mannschaft war alles andere als überzeugend. „Man hat von der ersten Minute an gemerkt, dass eine total verunsicherte Mannschaft auf dem Platz stand“, kritisierte Zimmermann nach dem Spiel. Die Abwehrwälle wirkten brüchig, das Mittelfeld wirkte blass, und im Angriff fehlte es an Durchschlagskraft. Die Fans machten ihre Unzufriedenheit mit Pfiffen deutlich – ein Zeichen dafür, dass die Erwartungen an den Traditionsklub deutlich höher sind als das, was auf dem Platz geboten wurde.

Ein bitteres Detail: Die Offenbacher waren in dieser Saison auf eine Reihe von jungen Spielern aus der zweiten Mannschaft angewiesen, was die Situation zusätzlich erschwerte. Doch auch das kann die erschreckende Vorstellung nicht entschuldigen.

„Ein schlimmes zeichen“: zimmermanns deutliche ansage

„Ein schlimmes zeichen“: zimmermanns deutliche ansage

Zimmermann ließ sich die Wut nicht länger in sich hinein. „Wir können nicht von irgendeiner anderen Liga abhängig sein. Das ist nicht unser Anspruch“, betonte er. Er sprach von einem „schlimmen Zeichen“ und machte deutlich, dass die aktuelle Situation eine deutliche Verbesserung erfordert. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 32 Spieltage, so eine schwache Vorstellung – das ist einfach nicht genug für einen Verein mit den Ambitionen der Kickers.

Die letzten beiden Spiele der Saison bieten nun die Chance, den Fehltritt wiedergutzumachen und den Fans wieder Hoffnung zu geben. Doch die Aufgabe ist klar: Die Mannschaft muss sich fangen und zeigen, dass in ihr mehr steckt als das, was sie in den letzten Wochen gezeigt hat.

Die Saison mag zwar gerettet sein, doch die Arbeit von Mark Zimmermann beginnt erst jetzt richtig. Denn der Weg zurück in die Erfolgsspur ist noch lang und steinig – und erfordert von allen Beteiligten eine deutliche Steigerung der Leistung.