Bordalás packt zu: getafe am limit – zukunft ungewiss!
José Bordalás hat in einem seltenen Moment der Offenheit seine Frustration über die aktuelle Lage bei Getafe CF zum Ausdruck gebracht. Der Trainer, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, sprach von einer Saison, die er niemandem wünschen würde, und deutete auf die finanziellen Probleme des Vereins als Hauptgrund für die schwierige Situation hin.
Ein kader ohne optionen: die folgen des limits
Die Situation ist delikat: Getafe kämpft mit dem Liga-Limi und kann kaum neue Spieler verpflichten. Bordalás, der seit Jahren am Ruder steht und eine enge Beziehung zu Präsident Ángel Torres pflegt, scheint am Ende seiner Kräfte zu sein. Obwohl ihm der Verein bereits 2023 einen bis 2028 verlängerten Vertrag angeboten hat, war er von dem Angebot nicht überzeugt und scheint nun offen für ein Kapitel außerhalb Spaniens zu sein.
Die Verkäufe von Leistungsträgern wie Alderete und Uche haben die Situation noch verschärft. Das letzte Transferfenster brachte zwar sechs neue Spieler, doch aufgrund der finanziellen Restriktionen konnten diese nicht alle registriert werden. Bordalás betonte in zahlreichen Pressekonferenzen, dass er dringend neue Spieler benötigt, insbesondere im Offensivbereich. "Wir brauchen dringend Verstärkung!", wiederholte er stets, und seine Worte scheinen sich nun zu bewahrheiten.
Bordalás hat kürzlich die Zusammenarbeit mit seinem bisherigen Berater beendet und sich dem Agentur YouFirst angeschlossen, was ein deutliches Signal für seine Zukunftspläne darstellt. Er blickt optimistisch auf neue Möglichkeiten außerhalb Spaniens und bezeichnet seine Zeit bei Getafe als "die bisher erfolgreichste seiner Karriere". Gerüchte um ein Interesse des Crystal Palace wecken bereits nun Spekulationen.

Fabio celestini: die rückkehr eines alten bekannten?
Angesichts der unklaren Zukunft von Bordalás arbeitet Getafe fieberhaft an Alternativen. Ein Name, der dabei immer wieder genannt wird, ist Fabio Celestini, ein ehemaliger Spieler des Vereins, der zwischen 2005 und 2010 für Getafe aktiv war und maßgeblich am Einzug ins Europapokal teilnahm. Der Schweizer, der aktuell den CSKA Moskau betreut, gilt als einer der Favoriten von Präsident Torres.
Celestini, der mit Basels Erfolgen in der Vorsaison (Superliga und Schweizer Cup) auf sich aufmerksam machte, könnte seine "casa“ verlassen, um nach Getafe zurückzukehren. Es gab bereits erste Gespräche zwischen dem Verein und dem Trainer, und die Verhandlungen scheinen auf eine Einigung hinauzulaufen. Die offizielle Bestätigung steht jedoch noch aus.

Paunovic: ein serbischer coup?
Neben Celestini steht auch Veljko Paunovic, der aktuelle serbische Nationaltrainer, auf der Liste von Ángel Torres. Paunovic verfügt über eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag, die es ihm ermöglicht, dem serbischen Verband zu verlassen, sollte ein Verein mit emotionaler Bindung ihn kontaktieren. Getafe erfüllt diese Kriterien, da Paunovic’ Sohn Petar in den Jugendabteilungen des Vereins spielt.
Torres ist bekennender Paunovic-Fan und soll in seinem engsten Kreis geäußert haben, dass er den Serben gerne als Nachfolger von Bordalás sehen würde. Ob dieser Plan aufgeht, bleibt abzuwarten.
Die Zukunft von Getafe CF ist ungewiss. Während die Suche nach einem neuen Trainer in vollem Gange ist, bleibt die Frage, ob die finanziellen Probleme des Vereins langfristig gelöst werden können. Ein Faktum ist jedoch klar: José Bordalás hat seinerzeit einen der erfolgreichsten Abschnitte in der Vereinsgeschichte geprägt, die nun aber in einem bitteren Nachgeschmack endet.
