Pogacar zerreißt die strade bianche – und lewandowski packt über yamal aus

Er kommt aus Koper, nicht vom Mars. Trotzdem feiern die Fans Tadej Pogacar wie einen Außerirdischen. Beim vierten Sieg in Siena jagte er das Feld auf die Weißen Straßen, als wäre es ein Trainingslauf. Die Polizei musste ihn hinter Zäunen schützen – vor Liebe, nicht vor Neid.

Roberto amadio: „krebs ist meine dreiwöchige etappe“

Der neue Commissario Tecnico der italischen Radsport-Equipe spricht erstmals über seinen Prostata-Krebs. „Manchmal bin ich der Zeitfahrer, manchmal der Hintermann. Das Ziel ist das Gelbe Trikot der Heilung.“ Er will den Regenbogen ins Land zurückholen, seit 2008 wartet Italien auf den Weltmeister-Titel.

Zwischen den Berichten platzt ein Gespräch mit Robert Lewandowski herein. Der 37-jährige Barça-Knipser erklärt, warum er mit Lamine Yamal lieber quer statt gerade passt: „Er sieht Lücken, bevor sie entstehen.“ Und verrät, warum er trotzdem kein Fan von Tricks à la Neymar ist: „Titel sind keine TikToks, sie bleiben.“

Kenia: wo laufen freiheit kauft

Kenia: wo laufen freiheit kauft

Unser Reporter lief mit Dorf-Mädchen, die vor Sonnenaufgang 15 Kilometer zur Schule pendeln – barfuß, dafür mit Stipendium im Gepäck. Gabriele Rosa brachte vor 35 Jahren nicht nur ein Trainingsbuch, sondern ein Ticket aus der Armut. Die Ernte: 27 Olympiamedaillen und ein Bus voller Geschichten, die nicht über Bolt, sondern über Brüder handeln.

Claudio Santamaria drehte am Misano-Kurs, wo Marco Simoncelli starb. „Valentino Rossi stand am Boxengang, plötzlich war er Schauspieler und ich Rennfahrer.“ Sein Film „Idoli“ startet am 19. April – mit einer Helleuchtenden Widmung an Sic, nicht an sich.

Die alte Milano-Torino wird am 18. April in Rho gestartet – älter als die Tour, jünger im Kopf. Zwei Euro fünfzig kostet das Heft, das die Welt erklärt. Keine App, keine Taktik, nur Papier, das sich nach Schweiß anfühlt.