Dickens fliegt eigenhändig aus dubai – boxweltmeister meidet iranische drohnen

Jazza Dickens sitzt selbst am Steuer. Um 00:37 Uhr Ortszeit startet der Box-Weltmeister seine kleine Propellermaschine in Dubai, weil das Emirat seit dem US-Iran-Konflikt zur Zielscheibe geworden ist. Kein Bodyguard, keine Airline – nur Dickens und sein Co-Piloten-Schein.

Die Videos auf Instagram zeigen ihn beim letzten Check der Cessna. Dann rollt er auf die Piste, während am Horizont die Lichter der Ausweichflughäfen blinken. „Ich flieg lieber selbst, als auf den nächsten Absturz zu warten“, schreibt er unter das 13-sekündige Clip. Die Kommentare explodieren: „Respekt, Champ!“ und „Verrückt, aber clever“.

Warum dubai plötzlich zur falle wurde

Seit der iranische Angriff auf einen US-Stützpunkt vor zwei Wochen patrouillieren Drohnen über dem Persischen Golf. Luftraumsperren gelten zwischen 0 und 6 Uhr, zivile Maschinen werden umgeleitet. Wer kann, bucht Umwege über Oman oder fliegt gleich ab. Dickens ging einen Schritt weiter und mietete eine Leichtflugzeug-Lizenz, die er sich vor drei Jahren für Promi-Flüge nach Jeddah geholt hatte.

Promoter Bob West bestätigt gegenüber TSV Pelkum Sportwelt: „Sein Management wollte ihn auf eine Linienmaschine setzen, aber Jazza bestand darauf, die Kontrolle selbst zu übernehmen.“ Kosten: rund 8.000 Euro für Treibstoff und Landerechte – ein Bruchteil seiner nächsten Gage, aber ein Vielfaches eines First-Class-Tickets.

Der 32-Jährige will am Samstag in Liverpool gegen den Mexikaner Eduardo Ramirez seine IBF-Federgewicht-Krone verteidigen. Training absolvierte er in einer Hallenbox-Camp-Maschine über den Wolken, sagt er. „Shadow-Boxen im Sitzen, 3×3 Minuten, dann 30 Sekunden Core-Work. Funktioniert, wenn der Turbulenz-Alarm aufleuchtet.“

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Innerhalb von 24 Stunden stieg die Zahl seiner Instagram-Follower um 46.000. Ein Influencer-Agentur bietet bereits „Pilot-for-a-day“-Pakete an – mit Selfie in Pilotenbrille und Handschrift auf einer Mini-Boxhandschuh-Kette. Dickens kassiert mit, spendet aber 25 Prozent an die britische Luftfahrt-Kinderstiftung. Marketing-Experte Lena Vogt erklärt: „Er verwandelt Krisen in Content – perfekte Symbiose aus Sport und Abenteuer.“

Die Frage bleibt: Wie lange hält die Route über dem Golf? Sollten die USA weitere Angriffe starten, sperren die Emirate vollständig. Dann bleibt nur noch die Cessna-Flucht nach Katar – oder ein Umweg über 2.000 Kilometer. Dickens lacht im letzten Story-Clip: „Ich hab 26 Profikämpfe überlebt, ein paar Kilometer Luftlinie schaff ich auch.“

Fakt ist: Am Samstag steigt er in die Ring-Runde, nicht in den Absturz. Und wenn der erste Gong ertönt, hat er bereits mehr Flugstunden als mancher Verkehrspilot seit Pandemiebeginn. Das nennt man dann wohl echten Knock-out vor der eigenen Angst.