Pogacar unter druck: vingegaard setzt giro-sieg als tour-statement!

Die Radsportwelt hält den Atem an: Jonas Vingegaard hat beim Giro d’Italia einen Paukenschlag gelandet und damit nicht nur das Rennen gewonnen, sondern auch Tadej Pogacar und die gesamte Konkurrenz vor der Tour de France gewarnt. Der Däne demonstrierte eine beeindruckende Form und lässt die Frage aufkommen, ob Pogacar überhaupt eine Chance gegen ihn haben wird.

Vingegaard im höhenlager, pogacar in der sierra nevada

Vingegaard im höhenlager, pogacar in der sierra nevada

Während Vingegaard sich nach seinem Triumph in Rom nun auf ein intensives Höhentrainingslager vorbereitet, um seinen Erfolg zu festigen, befindet sich Pogacar bereits in der Sierra Nevada. Dort intensiviert er gemeinsam mit seinem Tour-Team, darunter Isaac Del Toro und Tim Wellens, das Training. Pogacar, der bisher acht von elf Renntagen gewinnen konnte und die Tour de Romandie für sich entscheiden konnte, scheint entschlossen, in Barcelona gestärkt anzutreten.

Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Tour de Suisse (17. bis 21. Juni), die Pogacar unbedingt gewinnen möchte, um seine Form vor der Tour zu überprüfen. Auch Primoz Roglic und Tom Pidcock werden in der Schweiz erwartet, allerdings wird Roglic nicht zum Aufgebot von Red Bull-Bora-hansgrohe zählen. Das Team setzt stattdessen auf die Doppelspitze aus Florian Lipowitz und Remco Evenepoel, der einen ungewöhnlichen Vorbereitungsplan verfolgt: Nach Lüttich-Bastogne-Lüttich wird er bis zum Tour-Start 68 Tage lang kein Rennen bestreiten, sondern ausschließlich intensive Trainingsblöcke absolvieren. Patxi Vila, sportlicher Leiter von Red Bull, erklärt: „Wir haben es vorgezogen, uns direkt auf die Tour zu konzentrieren, und wir vertrauen auf diesen Plan.“

Lipowitz, der deutsche Vorjahres-Dritte, wird vor der Tour noch die Slowenien-Rundfahrt bestreiten, bei der er als Topfavorit ins Rennen gehen wird – ein willkommener Motivationsschub vor dem Kampf um das Podium in Frankreich. Und dann ist da noch Paul Seixas, die größte französische Tour-Hoffnung seit Langem, der derzeit mit beeindruckenden Trainingswerten aufhorscht: Innerhalb von zwei Wochen absolvierte er im Trainingslager in der Sierra Nevada fast 2000 Kilometer mit knapp 50.000 Höhenmetern! Seixas, der bereits einige Pyrenäen-Anstiege der kommenden Tour inspizierte, könnte in der Tour Auvergne-Rhône-Alpes seine erste Standortbestimmung erleben.

Die Zeichen stehen klar: Der Kampf um den Toursieg 2026 wird ein Duell auf Augenhöhe. Vingegaard hat mit seinem Giro-Sieg ein klares Signal gesendet, doch Pogacar wird gewiss alles daran setzen, seine Rivalität in Frankreich zu seinen Gunsten zu entscheiden. Ob Lipowitz und Evenepoel in der Lage sein werden, den beiden Superstars Paroli zu bieten, bleibt abzuwarten. Doch eines ist sicher: Die Tour de France verspricht, ein packendes und unvergessliches Rennen zu werden.