Alonso kracht im tunnel: aston martin steckt in monaco tief im schlamassel
Die glamouröse Kulisse von Monte Carlo wurde zum Schauplatz einer echten Katastrophe für Aston Martin. Ein Rempler an der Nouvelle Chicane, ein entsetzter Blick von Fernando Alonso, danach Stille – nur das Quietschen der Bremsen hallte durch den Tunnel. Die Chronik des freien Trainings notiert einen 19. Platz für den Routinier und ein Team, das tiefer sinkt, als es sich selbst zutraut.
Ein schlag, der alte geister weckt
Die Zahlen lügen nicht: 1,4 Sekunden fehlen auf die Spitze, und selbst Alonso’ nüchterne Einschätzung „wir sind noch weit weg“ wirkt nach dem ersten Freitag wie blanker Hohn. Die Ursache steckt im Detail. Im AMR26 fehlt die Voraussagbarkeit, das Auto schluckt sich bei jedem Bremspunkt, bei jedem Gangwechsel. Pedro de la Rosa, Botschafter und Medienvertreter des Teams, bestätigt das düstere Bild: „Die Blockade hinten, das Auffadeln – das ist nur die Spitze des Eisbergs. Das Auto verrät den Fahrern ständig.“
Monaco straft Lügen gnadenlos. Wer die Ideallinie verfehlt, landet im Streckenrand –. Alonso kam in der FP1 fast dort hin. Schwarze Streifen auf dem Asphalt, ein letztes Gegenlenken, dann nur noch splitterndes Carbon. Nicht einmal die neue Engine-Map half: kurze Gänge, volle Aufladung – doch das Chassis rebelliert. Substantielles Untersteuern nagt an jedem Versuch, die Grenze auszuloten.

Q2 rückt in weite ferne
Ein Blick auf die Historie: 2023 schaffte Alonso hier noch Startplatz zwei. Jetzt reicht es kaum fürs zweite Segment. Die Ingenieure rechnen: selbst bei perfektem Run fehlen rund drei Zehntel auf die Top 15. Und das ist die gute Nachricht. Die schlechte: die Fehler wiederholen sich. Australien, China, jetzt Monaco – immer dieselbe Geschichte von mangelnder Effizienz und verstellter Balance. Die kalte Dusche folgt auf Schlag zehn.
Was bleibt, ist der Gestank von Benzin, der durch den Tunnel zieht, und die Gewissheit: wer in Monaco nicht funktioniert, verliert im Sommer noch mehr Boden. Aston Martin hat 48 Stunden, um ein Auto zu zähmen, das sich selbst nicht versteht. Die Uhr tickt laut. Die Reifen kühlen aus. Und Fernando Alonso weiß: nächste Woche in Barcelona wird das Problem nur noch offensichtlicher. Denn dort zählt Aerodynamik – und genau dort liegt die größte Schwäche des AMR26.
