Pio esposito trifft nach 39 sekunden – inter findet seinen neuen torjäger
Es dauerte keine Minute, da lag der Ball schon im Netz. Nach 39 Sekunden hatte Pio Esposito die Fiorentina mit einem Kopfball aus acht Metern geköpft – und sich damit endgültig aus dem Schatten der Stars befreit.
Der 20-jährige erzielt sein zweites tor in folge und wird zur ersten waffe von inter
Die Rechnung ist einfach: Lautaro Martinez fehlt, Marcus Thuram läuft auf der Stelle, da muss jemand anderes die Lücke füllen. Christian Chivu setzte auf den Namen, den kaum jemand auf dem Zettel hatte – und sah sich belohnt. Esposito traf erneut, nachdem er eine Woche zuvor gegen Atalanta schon das 1:0 eröffnet hatte. Sein sechster Treffer in dieser Serie A, dazu drei Assists in 26 Partien. Die Zahlen wirken bescheiden, bis man bedenkt, dass er nur 1.018 Minuten auf dem Platz stand.
Im Franchi-Stadion war Esposito von der ersten Sekunde präsent. Die Hereingabe von Niccolò Barella nahm er direkt mit der Stirn, der Ball schlug links unten ein. Die Gäste-Fans rasten, Esposito jubelte mit der Coolness eines alten Hasen. Fast hätte er sogar noch das 2:0 gemacht, doch sein Schuss in der Nachspielzeit strich knapp am Pfosten vorbei. Die Partie endete 1:1, doch der Abend gehörte ihm.

Seine fantacalcio-quote steigt – 35 credits sind ein schnäppchen
Für die Manager des Fantacalcio war Esposito lange ein Geheimtipp. Jetzt ist er ein Muss. Mit einer Fantamedia von 7,0 Punkten pro Spiel liegt er vor Thuram (6,4) und nur hinter Martinez (7,3). Wer ihn vor der 30. Spieltag für 35 Credits kaufte, kann sich über steigende Preise freuen. Die Analysten rechnen für die letzten fünf Spieltage mit weiteren Boni – schließlich hat Inter noch das Nachholspiel gegen Bologna und eine Auswärtspartie in Rom vor der Brust.
Chivu lobte ihn nach dem Abpfiff mit einem Satz, der im Kader herumschwirrt: „Er denkt wie ein Stürmer, aber arbeitet wie ein Sechser.“ Das ist kein Zufall. Esposito kam als Rohdiamant aus Spezia, wo er in 18 Spielen nur zweimal traf. Bei Inter durfte er sich entfalten – und nutzte jede Minute. Sein Vater Enrico, einst selbst Serie-A-Stürmer, saß auf der Tribüne und wischte sich nach dem Treffer unverhohlen die Augen.
Die Saison neigt sich dem Ende zu, doch für Esposito fängt sie gerade an. Mit Martinez’ Rückkehr wird der Kampf um die Plätze härter. Aber wer nach 39 Sekunden einnetzt, sticht nicht nur auf dem Platz hervor. Die nächsten Gegner haben einen neuen Namen auf der Laufkarte stehen – und der klingt nach Zukunft.
