Pinguins zerstören dresden, landen trotzdem in der quali-hölle
6:1 hieß es am Ende, die Fischtown Pinguins feierten ihr höchstes Saison-Spektakel – und gingen trotzdem als Verlierer vom Eis. Denn während Bremerhaven die Dresdner Eislöwen zerlegte, schraubte sich Berlin in Parallel-Aktion mit einem 5:1 gegen München auf Platz sechs. Die Konsequenz: Die Pinguins müssen in die Pre-Play-offs, drei abrupte Partien gegen Nürnberg, die am Dienstag (19.30 Uhr) beginnen.
Dresden war nur statist – berlin entschied das rennen
Allein die Zahlen sind schon ein Schlag ins Gesicht: Ziga Jeglic traf nach 3:12 Minuten, Nino Kinder erhöhte auf 2:0, im zweiten Drittel schraubten Matthew Abt, Alex Friesen und Ludwig Bystrom das Ergebnis auf 5:0. Rayan Bettahar machte in der 51. Minute den Deckel drauf, Alec McCreas Gegentor war nur noch kosmetisch. Doch die Eisbären ließen in der Hauptstadt kein Erbarmen aufkommen, versenkten München und verwehrten Bremerhaven den direkten Einzug ins Viertelfinale.
Die Pinguins hätten selbst die Schützenhilfe des EHC München gebraucht – vergeblich. Statt eines erhofften München-Siegs folgte ein 1:5, und damit die nächste Runde der Qualifikations-Qualerei. „Wir haben unseren Job gemacht, aber die Liga ist gnadenlos“, sagte ein mitgenommener Kapitän Fritz der dpa nach dem Spiel. Die Saison ist nicht vorbei, doch der Weg wurde steiler.

Nürnberg wartet – ein duell auf messers schneide
Die Ice Tigers verloren am Freitag nur knapp mit 4:6 in Bremerhaven, kassierten aber in den letzten Wochen regelmäßig Punkte gegen Top-Teams. Nun steht ein Best-of-Three an, in dem sich beide Klubs in höchster Not kennen. Die Pinguins haben Heimvorteil im ersten Duell, doch ein Auswärtssieg in Nürnberg würde die Serie auf ein mögliches Entscheidungsspiel am Freitag in der Frankenhölle treiben.
Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: In den letzten sieben Partien gegen Nürnberg holte Fischtown nur zwei Siege. Die Defensive der Ice Tigers kassierte zuletzt zwar Tore im Minutentakt, doch die Offensivabteilung um Top-Scorer Philip Samuelsson schlägt gnadenlos zu, wenn der Gegner den Fokus verliert. Trainer Lance Nethery wird seine Reihen neu justieren müssen, um die Lücken zu stoppen.
Die Fans in Bremerhaven haben bereits Tickets gekauft, das Stadion wird ausverkauft sein – 4.500 Stimmen, die ihre Mannschaft durch die Hölle peitschen wollen. Die Pinguins haben nichts mehr zu verlieren, außer ihrer Saison. Und genau das macht sie gefährlich.
