Eisbären zerlegen münchen und schlittern direkt ins viertelfinale
5:1 gegen den EHC Red Bull München – die Eisbären Berlin haben am Sonntagabend nicht nur die Hauptstädter Eishalle zum Kochen gebracht, sondern auch ihre Playoff-Tauglichkeit unter Beweis gestellt. Mit dem fünften Sieg in Serie fixierte der Titelverteidiger Rang sechs und spart sich die Qualifikationsrunde.
Die Berliner begannen wie aus der Pistole geschossen: Nach nur 59 Sekunden scheiterte Frederik Tiffels noch an Antoine Bibeau, doch in der zehnten Minute war es soweit. Adam Smith bediente Manuel Wiederer mit einer Zuckerpass, der das Hartgummi unter die Latte jagte – 1:0. Die 14.000 in der Arena am Ostbahnhof sangen „Viva la Vida“, München schaute erst einmal dabei zu.
Münchens antwort dauert 43 sekunden
Der zweite Drittelstart gehörte den Gästen. Chris DeSouza fing die Scheibe in der Luft, wirbelte herum und markierte den Ausgleich. Die Eisbären wirkten kurz geschockt, doch dann schlugen sie eiskalt zurück: Kurz vor Ende eines Münchner Powerplays stach Liam Kirk im Überzahl-Konter auf, Tiffels verwertete zum 2:1. Die Kurve tobte, München lief einem Rückstand hinterher, den sie nicht mehr aufholten.
Ty Ronning und Andreas Eder bauten die Führung im Powerplay aus, ehe Yannick Veilleux in der 59. Minute den 5:1-Endstand besiegelte. Die Zahlen sprechen Bände: 32:23 Torschüsse, 61 % Face-off-Gewinn und ein Save-Percentage von 96,8 % für Jonas Stettmer – das war der Unterschied zwischen Titelverteidiger und Playoff-Gastgeber.

Straubing wartet – und das weiß berlin
Mit dem sechsten Platz vermeiden die Eisbären die zusätzliche Belastung der Pre-Playoffs. Stattdessen treffen sie im Viertelfinale auf die Straubing Tigers, die als Dritter direkt hinter München und Schwenningen eingezogen sind. „Wir haben die Chancen eiskalt genutzt“, sagte Andreas Eder bei Magenta Sport. „Das Ergebnis passt, auch wenn’s vielleicht ein bisschen zu hoch ist.“
Die Straubinger haben in der Hauptrunde zweimal gegen Berlin gewonnen, zuletzt aber Anfang Februar mit 4:3 nach Penaltyschießen. Die Serie beginnt am kommenden Freitag in der bayrischen Provinz, bevor es am Sonntag in die Hauptstadt zurückgeht. Für die Eisbären heißt es nun: Regeneration, Videoanalyse und Powerplay-Feinschliff. Denn wer München so dominiert, darf sich in Straubing keine Blöße geben.
Die Playoff-Uhr tickt. Und Berlin ist bereit.
