Partizan zerquetscht bologna: penarroyas serben nutzen personalsorgen aus
Die Virtus Segafredo Bologna hat sich selbst in die Nesseln gesetzt. Ohne Pajola, ohne Hackett und nach dem Muskelriss von Vildoza war die Rotation so dünn, dass selbst Coach Duško Ivanovic die Schultern sinken ließ. Partizan Belgrad hämmelte mit 84:74 und schoss den Italienern fast endgültig das Play-in-Tor vor der Nase weg.
Carlik jones liefert sofort nach verletzungspause
19 Punkte, 6 Assists, 5 Rebounds – und das, obwohl der US-Boy erst seit zwei Tagen wieder voll belastbar ist. Jones ging keine Kompromisse ein, zog im Pace-and-Space immer wieder den Extra-Dribble, bis die Help-Defense der Gastgeber zerbröselte. „Er hat uns die Energie geraubt“, sagte Ivanovic nach Spielschluss, ohne mit der Wimper zu zucken.
Isaac Bonga war der unterschätzte Brandbeschleuniger. 16 Punkte, 11 Boards, zwei Steals – und eine Verteidigungsarbeit, die Daniel Hackett nicht einmal auf der Bank vermissen ließ. Bonga wechselte nahtlos auf Edwards, switchte auf Morgan, half im Low Post gegen Diouf. Seine Plus/Minus von +14 war kein Zufall, sondern die nüchterne Statistik eines Swiss-Army-Knife.
Bologna stemmte sich nur in der ersten Halbzeit. Jeremy Edwards traf fünf Dreier, Tevin Morgan punktete aus dem Mid-Range, Youssoupha Diouf badete Partizan am Brett. Doch 48:52 zur Pause war bereits die Glasdecke. Als Vildoza mit einer Oberschenkelprellung ausfiel, rissen die letzten Ideen weg.

Junge wildcards bleiben blass
Ivanovic warf Ferrari und Baiocchi ins kalte Wasser – vergeblich. Die beiden Junioren kombinierten für 2/9 FG, und als Morgan in der 35. Minute mit Krämpfen kämpfte, war die Puste raus. Partizan nutzte den Momentum-Shift, Jekiri versenkte zwei Hookshots, Jones schraubte den Vorsprung auf 84:74. Die Virtus-Arena verstummte, die serbischen Fans sangen schon „Hej, Partizane!“.
Die Tabelle nagelt Bologna auf Platz 12 fest. Mit noch fünf Spielen bis zum Cut sind vier Siege Pflicht – und selbst das reicht nur, wenn Konkurrent Brescia auswärts patzt. Partizan dagegen rückt auf Play-in-Rang fünf vor und kann am Freitag in Belgrad gegen Maccabi den Sack zubinden.
Die Lektion für die Emilianer: Ohne tiefes Kadermaterial wird auch die schönste Regular-Season zur Achterbahnfahrt ohne Sicherheitsbügel. Wer im Mai um Titel träumt, muss schon im März überleben – und genau daran scheiterte Virtus in der Segafredo-Arena mit lautem Knall.
