Psg zerlegt chelsea im torregen – revanche im prinzenpark ist nur der anfang

Paris Saint-Germain hat sich im Prinzenpark blutig gerächt. Nach dem Fiasko im Klub-WM-Finale von Juli schlug der französische Meister den FC Chelsea mit 5:2 und zog die Zweikampf-Champions in Grund und Boden. Das Rückspiel am Dienstag in London? Völlig offen, denn Chelsea schlägt sich auf hohem Niveau – nur eben nicht auf dem von Kylian Mbappé & Co.

Kwarazchelia wird zum slapstick-schlächter

Chwitscha Kwarazchelia schraubte sich in den letzten fünf Minuten zur Match-Galionsfigur auf. Erst jagte er den Ball aus 18 Metern ins lange Eck, dann verpasste er Keeper Petrovic mit einem Lupfer die Schirmmütze. Die Blues-Defensive, in der Reece James mit Gelb-Rot vom Platz musste, wirkte wie ein Schulklub, der die Hausaufgaben vergessen hatte.

Dabei hatte Chelsea lange mitgehalten. Malo Gusto nutzte eine Barcola-Patzer zum Ausgleich, Enzo Fernandez ließ Gianluigi Donnarumma mit einem strammen Schuss aus 20 Metern keine Chance. Die Tore von Barcola und Dembelé schienen nur Nebensache, bis Vitinha mit einem sehenswerten Solo das 3:2 markierte und die PSG-Anhänger in kollektive Raserei versetzte.

Der pokalfinale-traum lebt weiter

Der pokalfinale-traum lebt weiter

Für PSG-Coach Luis Enrique war der Abend ein Befreiungsschlag. Seit dem 0:3 gegen Chelsea in Marrakesch hatte die Kritik an seiner Rotations-Politik nicht abgenommen. Nun zeigte seine Start-Elf mit 87 Prozent Ballbesitz in der ersten Halbzeit, dass Paris bereit ist, die Königsklasse neu zu erobern. Die Statistik spricht Bände: 19 Torschüsse, 11 davon aufs Tor – Chelsea kam auf magere vier.

Die Blues müssen im Stamford Bridge nicht nur aufholen, sondern auch ihre komplette defensive Struktur überdenken. Manager Todd Boehly wird in den nächsten 72 Stunden wohl das Telefon nicht mehr aus der Hand legen. Denn wer gegen Kwarazchelia und Dembelé zwei Gegentore in der Nachspielzeit kassiert, der hat im K.-o.-Modus keine Überlebenschance.

Fazit: Paris tanzt, London zittert. Das 5:2 ist mehr als eine Warnung – es ist eine Kampfansage an ganz Europa. Und für uns Zuschauer bedeutet das: Schnallt euch an, Dienstag wird es noch lauter.