Ehe-bundesligist cheikh: betrug durch vermeintlichen freund!
Ein Schock für Fußballfans: Pape Cheikh, einst Hoffnungsträger im deutschen Fußball, erhebt schwere Vorwürfe gegen einen langjährigen Freund. Der Senegalese, der aktuell in der Regional Preferente bei E.D.F. Promesas de Logroño kickt, berichtet von einem perfiden Betrug, der seine Karriere und sein Leben nachhaltig geprägt hat.

Vertragsfälschung unter fragwürdigen umständen
Cheikh schildert in einem Interview mit 'El After de Post United' eine erschütternde Geschichte: Er wurde offenbar betäubt und zu einer Unterschrift unter einen Generalvollmacht gedrängt, die sein Freund anschließend nutzte, um sich gewerblich zu bereichern. „Einer meiner besten Freunde, mit dem ich zusammenlebte, hat mich gedrogt und mich dazu gebracht, eine Generalvollmacht zu unterzeichnen“, so Cheikh. Die Konsequenz: Der Freund soll sich mit der Vollmacht zwei Gewerbeimmobilien und einen teuren BMW M4 gekauft haben.
Die Entdeckung erfolgte erst Monate später, als Cheikh aus einem anderen Grund ein Notartermin hatte. Der Notar erkannte ihn wieder und offenbarte ihm die Unterschrift unter der Generalvollmacht. “Ich war wie vor den Kopf gestoßen. Ich schwöre, ich war nie dort!” erklärte der 28-Jährige verzweifelt. Die Bestätigung des Verrats kam von seinem Freunds Vater, der ihm mit den Worten mitteilte, sein Sohn habe ihn wiederholt zur Unterschrift aufgefordert, während Cheikh sich lediglich abgewehrt habe.
Ein moralisches Dilemma: Vergebung statt Anzeige
Trotz des enormen finanziellen Schadens und der emotionalen Belastung entschied sich Cheikh gegen eine Anzeige. Der Grund: Seine ehemaligen Gastgeber hatten ihm stets geholfen und ihn in ihrer Familie aufgenommen. „Ich wollte sie nicht in Schwierigkeiten bringen“, so Cheikh. Stattdessen wurde eine monatliche Rückzahlung vereinbart, die Cheikh jedoch nicht vollständig kompensieren konnte. Der Vorfall hatte gravierende Auswirkungen auf seine Karriere. Er verließ 2022 den griechischen Verein Aris Saloniki, um die Situation zu ordnen und neu anzufangen. Eine Entscheidung, die ihm schwerfiel, wie er betont: „Es war wie ein Schlag auf den Kopf. Man kann so etwas nicht verstehen, man muss es erleben.“
Seine weiteren Stationen, F. C. DAC 1904 Dunajská Streda und Al-Arabi S. C., scheinen eher als Versuche zu werten, die Wunden des Verrats zu heilen und wieder auf die Beine zu kommen.
Die Geschichte von Pape Cheikh ist ein mahnendes Beispiel dafür, wie fragil Vertrauen im Profifußball sein kann und welche persönlichen Opfer Athleten für ihre Karriere bringen müssen. Ein bitterer Nachgeschmack für einen talentierten Spieler, dessen Zukunft nun von den Schatten der Vergangenheit überschattet wird.
