Paris schlägt zu: doppelsieg in lillehammer – super-g-kracher zum saisonfinale
Dominik Paris hat den Weltcup-Feuerwerkskracher in Lillehammer gezündet. Mit 0,07 Sekunden Vorsprung vor Vincent Kriechmayr krallt sich der Südtiroler auch den letzten Super-G der Saison – zwei Tage nach seinem Abfahrts-Coup ein Doppelschlag, der die Skiwelt aufhorchen lässt.

Kriechmayr kassiert heim-blamage – ösv droht machtverlust
Der Österreicher musste sich mit Rang zwei begnügen, Raphael Haaser komplettiert das österreichische Podest. Die kleine Kristallkugel im Super-G war längst an Marco Odermatt verteilt – der Schweizer schlitterte nur auf Platz 19 durchs Ziel, ein Resultat, das selbst ihn sichtlich irritierte.
Paris’ Doppelsieg wirft Fragen auf: Ist der Italiener zurück in der Weltspitze? Die Antwort liefert die Uhr: 1:20,44 Minuten – seine schnellste Super-G-Zeit seit zwei Jahren. „Ich habe nur noch Gas gegeben“, sagt er, noch atmend vom Rennen. „Die Saison war holprig, aber hier habe ich bewiesen, dass ich noch zubeißen kann.“
Für Kriechmayr ein verpasster Heimtriumph, für Haaser die beste Karriere-Platzierung. Doch der Tag gehört Paris – und das mit 36 Jahren. Seine zwei Siege in 48 Stunden sind kein Ausreißer, sondern ein Statement: Altmetall kann noch glühen.
Der Weltcup-Zirkus packt bereits die Skistöcke zusammen, doch das Echo dieses Rennens wird nachhallen. Paris hat gezeigt, dass er nicht zur Dekoration gehört – er ist wieder jemand, mit dem man rechnen muss. Und das ist die eigentliche Nachricht vom Fjell in Norwegen.
