Paralympics-start: forster jagt gold, maier will silber übertrumpfen
Am Samstag geht’s mit Vollgas den Berg hinunter – und zwar direkt ins deutsche Medaillenfieber. Anna-Lena Forster eröffnet in Cortina den Angriff auf Edelmetall, schon 9.30 Uhr donnert sie als Fahnenträgerin im Sitzen-Downhill auf die Piste. Ihre Handschrift: Silber war gestern, Gold lautet die klare Ansage nach dem historischen Double von Peking 2022.
Wann die deutschen träume realität werden
Zeitplan im Sekundentakt. 10.00 Uhr Biathlon-Sprint, 7,5 km, sitzend – Anja Wicker peilt als Medaillen-Dauergast Platz drei oder besser an. 10.35 Uhr folgen die Männer, Andrea Eskau startet bei ihren fünften Winterspielen – kein Vergnügen, sondern Thermometer für Ausdauer und Erfahrung. 12.40 Uhr richten sich alle Augen auf Marco Maier. Der Oberbayer will Silber von 2022 in strahlendes Gold verwandeln, Klasse stehend. Sekunden später flitzen die Sehbehinderten über die Loipe. Nico Messinger, Gesamtweltcup-Gewinner, legt sich mit Guide Linus Eberle ins Zeug. Bei den Frauen um 13.15 Uhr geht das Trio Linn Kazmaier, Leonie Walter, Johanna Recktenwald auf Plattjagd. Walter kennt den Weg ganz nach oben, holte vor vier Jahren 10-km-Gold.
13.35 Uhr heißt es Eishockey: China gegen Deutschland. Die Sbornaja des Para-Sports hat Bronze, Deutschland nach 20 Jahren Pause endlich wieder dabei. Ein Punkt wäre eine Sensation, doch Trainer Christian Jappmann schickt seine Schützlinge ohne Respektspause aufs Eis. Gruppenphase, Group A – wer hier zittert, verliert den Anschluss an Viertelfinal-Träume.

Die zahlen, die zählen
0 deutsche Starter in der Männer-Abfahrt, 3 Podestplätze stehen für Forster in Peking, 4 Medaillen hängen schon im Wohnzimmer von Wicker. Ein Silber reicht heute keinem mehr. Die deutsche Delegation reiste mit 62 Athleten an – jeder einzelne kennt die Risiko-Formel: Medaillen vergolden Spiele, vergolden Budgets, vergolden Zukunftsträume.
Der Countdown läuft, die Livestreams auf sportschau.de ebenso. Wer heute zündelt, verpasst Geschichte. Denn in Cortina zählt nicht der Applaus der Vergangenheit, sondern die Zeit, die morgen in den Annalen steht. Und die stoppt für niemanden – schon gar nicht für den Gegner.
