Paragleiter-absturz auf teneriffa tötet 28-jährige italienerin – pilot überlebt schwer verletzt

Ein Traumflug wurde zur Falle: Cristina Colturi, 28, aus Mailand, stürzte am Freitagnachmittag mit ihrem Tandem-Flieger in die Felsen von La Enramada. Zwei Tage später erlag sie im Hospital Nuestra Señora de la Candelaria ihren schweren Verletzungen.

Der unfall knallte in die steilküste

Um 16:30 Uhr Ortszeit starteten Colturi und ihr spanischer Lehrer vom Hang oberhalb von Adeje. Augenzeugen berichten von plötzlichem Windabriss, dann ein Sturzflug, Sekunden später der Aufprall auf Vulkangestein. Beach-Rescuer sprintierten, Rettungshubschrauber landete auf der Promenade – doch Colturi lag bereits in Herzstillstand. Die Notärzte intubierten an Ort und Stelle, reanimierten 25 Minuten lang, ehe der Transport ins Klinikum erfolgte.

Die Ärzte konnten die schweren Schädel- und Brustkorbtraumata nicht stabilisieren. Am Sonntagabend erließ man die Todesdiagnose. Ihre Eltern reisten sofort an und stimmten der Organentnahme zu – fünf Patienten auf der Insel sollen beatmet werden.

Der pilot überlebt, aber die frage bleibt: was ging schief?

Der pilot überlebt, aber die frage bleibt: was ging schief?

Der 43-jährige Lehrer liegt auf der Intensivstation des Hospital del Sur, außer Lebensgefahr, aber mit komplexen Wirbelsäulenbrüchen. Die Guardia Civil versiegelte die Fluggeräte, Auswertung der GoPro-Kameras läuft. Laut Flugfunk hatte das Duo 300 m Höhe, als plötzlich ein asymmetrisches Kollapsmuster gemeldet wurde – ein klassischer Fehler bei thermischem Windschlagshein.

Colturi arbeitete als Farb- und Stilberaterin im Hotel Bahía del Duque und hatte sich vor einem Jahr auf Teneriffa niedergelassen. Ihre Kollegen erinnern sich an eine Frau, die jeden Sonntag die Startbahn erklommen hatte, „weil das Meer von oben wie flüssiges Azur aussieht“. Nun wird sie dort begraben, wo sie flog.