Bayern-k.o.: nicht der schiri, sondern die bank?
München – Der Schock sitzt tief in der Allianz Arena: Der FC Bayern München ist ausgeschieden. Doch während die Finger nach dem Schiedsrichter zeigten, liegt die Ursache für das bittere Ende womöglich woanders – in der dünnen Besetzung des Kaders. Christian Falk und Julian Agardi diskutierten im Bayern Insider die möglichen Gründe für das vorzeitige Aus.

Die fehlende tiefe im kader als achillesferse?
Die Diskussionen nach dem Ausscheiden aus dem Wettbewerb sind in vollem Gange. Natürlich wurden auch die Entscheidungen des Unparteiischen kritisiert. Aber, so die einhellige Meinung im Bayern Insider, spielte der mangelnde Kaderbreite eine entscheidende Rolle. Die Bayern-Bank wirkte in entscheidenden Momenten erschreckend dünn.
Falk betonte, dass die verletzungsbedingten Ausfälle natürlich eine Rolle spielten, doch die grundsätzliche Ausrichtung des Vereins, weniger Spieler zu verpflichten und mehr auf die Jugend zu setzen, habe sich als riskant erwiesen. Die Konkurrenz in Europa hat deutlich mehr Optionen auf ihrer Bank, um auf unvorhergesehene Ereignisse oder taktische Umstellungen zu reagieren. Die fehlenden Alternativen in der Offensive waren besonders schmerzhaft, als es darauf ankam.
Agardi ergänzte: „Es ist kein Geheimnis, dass die Verantwortlichen auf eine Philosophie setzen, bei der man versucht, die vorhandenen Spieler optimal zu fördern und weniger teure Transfers zu tätigen. Allerdings muss man sich fragen, ob diese Strategie auf höchstem Niveau tragfähig ist. Wenn sich mehrere Leistungsträger gleichzeitig verletzen, droht das Desaster.“ Die Abhängigkeit von einzelnen Spielern wurde so schonungslos offengelegt.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Im Vergleich zu den Top-Teams in Europa verfügen die Bayern über die geringste Anzahl an Spielern, die regelmäßig Einsatzzeit erhalten. Das Resultat ist eine erschöpfte Mannschaft und ein Mangel an Flexibilität, wenn es darauf ankommt.
