Paolini kämpft sich ins achtelfinale von indian wells
Sie litt, sie schwankte, aber sie gewann. Jasmine Paolini hat sich beim WTA-Turnier in Indian Wells mit einem zähen 7:5, 5:7, 6:1 gegen die Australierin Ajla Tomljanovic durchgesetzt und steht damit im Achtelfinale. Zwei Stunden und zwanzig Minuten Kampf in der Wüstenhitze Kaliforniens – das ist kein Tennis für schwache Nerven.
Wie paolini einen drohenden absturz in einen sieg verwandelte
Die Partie begann unter schwierigen Bedingungen. Hitze, Druck, eine Tomljanovic in Hochform. Die Australierin schlug von der Grundlinie wie eine Dampflokomotive, besonders die Rückhand war ein Werkzeug der Zerstörung. Paolini lag im ersten Satz zurück. Dann im zweiten. Zweimal musste sie ein Break aufholen. Und doch: Sie ließ sich nicht wegspülen.
Das ist das Besondere an der Italienerin. Nicht die Brillanz, sondern die Beharrlichkeit. Im elften Spiel des ersten Satzes schnappte sie sich das entscheidende Break, hob die Flugbahnen an, bewegte die Gegnerin – und plötzlich war der erste Satz weg. 7:5. Tomljanovic antwortete mit einem fast makellosen Aufholjoch im zweiten Durchgang, fand Punkte und Gewinnschläge im richtigen Moment. 5:7. Ausgeglichen.
Dann kam der dritte Satz. Und mit ihm das Schweigen der Australierin. Zu viele Fehler, ein leerer Tank, ein Körper der nicht mehr mitspielte. Paolini nutzte das gnadenlos aus – zwei Breaks, kein Drama, kein Risiko. 6:1. Fertig.

Zum dritten mal in folge im achtelfinale – diesmal mit anderen vorzeichen
Es ist das dritte Jahr in Folge, in dem Paolini in Indian Wells die Runde der letzten 16 erreicht. In den beiden Vorjahren endete die Reise dort: 2024 gegen Potapova, 2025 gegen Samsonova. Diesmal wartet eine andere Australierin – die Qualifikantin Talia Gibson, 21 Jahre alt und gerade in einer Form, die den Favoritinnen Kopfzerbrechen bereitet.
Gibson hat zuvor Clara Tauson mit 7:6(2), 4:6, 6:4 aus dem Turnier geworfen – der zweite Sieg in Folge gegen eine Top-20-Spielerin. Für sie ist es das erste Duell gegen eine Top-10-Spielerin überhaupt. Für Paolini ist es die Chance, endlich die Achtelfinale-Hürde zu überwinden.
Was sonst noch auf den plätzen von indian wells passierte
Die größte Überraschung des Tages kam von der Männerseite. Ben Shelton, gesetzt als Nummer 8, verlor gegen den 25-jährigen Learner Tien mit 7:6(3), 4:6, 3:6. Tiens sechster Sieg gegen einen Top-10-Spieler in elf Versuchen – eine Zahl, die für sich spricht.
Alexander Zverev dagegen feierte seinen 100. Sieg in einem Masters-1000-Turnier seit 2020. Er bezwang Brandon Nakashima mit 7:6(2), 5:7, 6:4 – ein Match mit insgesamt 76 Gewinnschlägen, das alles andere als langweilig war. Im Achtelfinale könnte er auf den Italiener Cobolli treffen.
Bei den Frauen dominierte Aryna Sabalenka die Rumänin Jaqueline Cristian mit einem klaren 6:4, 6:1. Die Weltranglistenerste ließ keine Zweifel aufkommen. Paolini weiß, dass der Weg zur Spitze des Tableaus noch lang ist – aber sie geht ihn gerade mit neuem Selbstvertrauen.
Zum ersten Mal seit der Wuhan-Halbfinale im Oktober hat sie zwei Partite in Folge in einem Prestige-Turnier gewonnen. Das ist kein Zufall. Das ist eine Rückkehr.
