Bastoni bricht zusammen – derby-fluch trifft inter-verteidiger hart

Alessandro Bastoni taumelt, sein Schienbein pocht, das San-Siro-Brüllen peitscht ihn nieder. 68. Minute des Derbys, Milan gegen Inter, da trifft Rabiot sein Knie – Gelb für den Italiener, Schmerzsschrei als Echo. Der Verteidiger zieht sich eine starke Schienbeinprellung zu und muss ausgewechselt werden.

Simulationsshowdown wird teuer

Seit Wochen ist Bastoni Zielscheibe. In Lecce zischten sie, in Como im Pokal pfiffen sie, weil er gegen Juventus den Reflex hatte, sich fallen zu lassen statt zu laufen. Die Videobilder gingen viral, die Entschuldigung half nur begrenzt. Jetzt also Mailand – und wieder kocht der Hass. Doch diesmal endet der Spuk nicht mit Buhrufen, sondern mit Krückstock und Eisbeutel.

Inter-Kreiseltrainer Cristian Chivu muss umstellen: Carlos Augusto rückt nach links, die Dreierkette verliert ihre linke Schaltzentrale. Die medizinische Abteilung spricht von „mindestens 48 Stunden Kontrollpause“, röntgen will man morgen früh. Best-case: Prellung, keine Fraktur. Worst-case: Mikro-Trümmer, Ausfall bis Saisonende. Die Meisterschaft liegt zwei Punkte entfernt, die Champions-League-Viertelfinals kurz vor der Tür.

Derby-niederlage ohne bastoni-backup

Derby-niederlage ohne bastoni-backup

Ohne Bastoni bröckelt die Abwehr. In den letzten 17 Partien kassierte Inter nur neun Gegentore – fünf davon, als der 25-Jährige fehlte oder früh raus musste. Die Statistik lautet: mit ihm 0,53 Gegentore pro Spiel, ohne ihn 1,1. Die Zahlen sind hart, die Botschaft klar: Wer den Derby-Fluch provoziert, zahlt bar.

Am Mittwoch steht die Reise nach Bologna an. Wenn Bastoni dort nicht steht, rückt Matteo Darmian ins Zentrum, die Offensivpower links fehlt. Die Konkurrenz um Platz eins schläft nicht: Juventus gewann am Wochenende, der AC Mailand rückt näher. Für Inter wird die Kalkulation knapper, der Druck größer, die Saison plötzlich ein offener Schacht.