Olympia-debakel für deb-frauen: schweden zu stark beim auftakt
Enttäuschender olympia-start für das deutsche eishockeyteam
Mailand/Pelkum – Ein herber Rückschlag für die deutschen Eishockey-Frauen: Beim ersehnten Olympia-Comeback nach 12 Jahren haben sie gegen Schweden mit 1:4 (1:1, 0:2, 0:1) verloren. Das Team von Bundestrainer Jeff MacLeod geriet frühzeitig ins Hintertreffen und konnte an die vielversprechende Generalprobe nicht anknüpfen. Trotz eines frühen Führungstreffers von Nina Jobst-Smith konnte Deutschland die schwedische Dominanz nicht brechen.
Erster olympia-auftritt seit sotschi 2014
Es war der erste Olympia-Auftritt der deutschen Eishockey-Frauen seit Sotschi 2014. Die Erwartungen waren hoch, insbesondere nach dem jüngsten Aufschwung der Mannschaft. Das Ziel, das Viertelfinale zu erreichen, scheint nach dieser Auftaktpartie jedoch deutlich schwerer zu erreichen. Die Enttäuschung im Team war nach dem Schlusspfiff deutlich spürbar.
Schweden dreht das spiel
Nach der Führung durch Jobst-Smith im ersten Drittel drehte Schweden das Spiel durch Treffer von Lina Ljungblom (12. und 28. Minute), Mira Jungaker (40. Minute) und Thea Johansson (52. Minute). Die deutsche Defensive wirkte unsicher, insbesondere in Unterzahl, und konnte die schwedischen Angriffe nicht effektiv unterbinden. Sandra Abstreiter im Tor hatte ebenfalls keine perfekte Vorstellung.
Gruppe b: ein hartes los für das deb-team
In der Gruppe B, die neben Schweden auch noch Japan, Frankreich und Gastgeber Italien umfasst, wird es für das DEB-Team schwer, eines der drei Viertelfinal-Tickets zu lösen. Die Konkurrenz ist stark und die Mannschaft muss sich deutlich steigern, um ihre Chancen zu wahren. Die kommenden Spiele gegen Japan und Italien werden entscheidend sein.
Nächster gegner: japan
Bereits am Samstag trifft Deutschland auf Japan (12:10 Uhr, live auf ARD und Eurosport). Gegen die Japanerinnen hatte die DEB-Auswahl Ende Januar eine Trainingspartie unglücklich mit 2:3 nach Verlängerung verloren. Eine Revanche und ein Sieg sind nun dringend erforderlich, um das Selbstvertrauen zurückzugewinnen und die Hoffnung auf das Viertelfinale am Leben zu erhalten.
Olympisches edelmetall weiterhin ein traum
Für das deutsche Frauennationalteam gab es bisher noch nie eine olympische Medaille. Der bisher beste Erfolg war der fünfte Platz bei den Olympischen Spielen 2006 in Turin. Bundestrainer MacLeod hatte vor dem Turnier gehofft, dass sein Team den großen Wurf schaffen kann, aber nach der Auftaktpartie scheint dieses Ziel in weiter Ferne zu liegen. Die Mannschaft muss sich nun sammeln und an ihre Stärken anknüpfen.
Statistik im überblick
| Team | Tore |
|---|---|
| Deutschland | 1 |
| Schweden | 4 |
Die Schussstatistik sprach ebenfalls klar für Schweden mit 16:37 Torschüssen. Das DEB-Team muss im nächsten Spiel deutlich mehr Druck machen und die Chancen konsequenter nutzen.