Olympia-rückkehr mit dämpfer: deb-frauen unterliegen schweden

Enttäuschung nach dem comeback: deutsche eishockey-frauen starten mit niederlage in mailand

Mailand – Die deutsche Eishockeynationalmannschaft der Frauen hat ihr lang ersehntes Comeback bei den Olympischen Spielen nicht mit einem Sieg feiern können. Im Eröffnungsspiel des Turniers gegen Schweden am Donnerstag in Mailand unterlag das Team von Bundestrainer Jeff MacLeod mit 1:4 (1:1, 0:2, 0:1). Trotz einer frühen Führung durch Nina Jobst-Smith, die in der PWHL aktiv ist, konnten die Deutschen den schwedischen Angriffen nicht standhalten und gerieten früh ins Hintertreffen. Es war das erste olympische Spiel der deutschen Frauen seit Sotschi 2014.

Frühe führung, schneller ausgleich

Frühe führung, schneller ausgleich

Die deutsche Mannschaft zeigte sich zu Beginn des Spiels engagiert und nutzte ihre erste Überzahl zum Führungstreffer. Jobst-Smith’s Schuss fand den Weg ins Netz und sorgte für Jubel. Die Freude währte jedoch nur kurz, denn nur zwei Minuten später glichen die Schwedinnen aus. Torhüterin Sandra Abstreiter wirkte dabei nicht ganz sattelfest. Der Ausgleich war ein Weckruf, aber die Deutschen konnten nicht mehr so überzeugend agieren.

Schweden dominiert das mitteldrittel

Schweden dominiert das mitteldrittel

Im zweiten Drittel übernahmen die Schwedinnen die Kontrolle über das Spiel. Zwei weitere Treffer von Lina Ljungblom, darunter ein Tor in Unterzahl nach einer Strafe gegen Celina Haider, bauten die Führung aus. Die deutsche Defensive stand nicht sicher und die Offensive konnte kaum Entlastung schaffen. Die Schweden zeigten eine deutliche Überlegenheit, was sich auch in der Schussstatistik widerspiegelte (16:37 Torschüsse).

Keine aufholjagd im schlussdrittel

Trotz einer Steigerung im Schlussdrittel gelang es der deutschen Mannschaft nicht mehr, die Partie zu drehen. Mira Jungaker und Thea Johansson erhöhten den schwedischen Vorsprung weiter. Die Hoffnung auf eine späte Aufholjagd blieb unerfüllt. Das DEB-Team muss sich nun auf das nächste Spiel gegen Japan konzentrieren.

Nächster gegner japan: revanche im visier

Am Samstag (12:10 Uhr/ARD und Eurosport) trifft Deutschland auf Japan. Gegen die Japanerinnen hatte die DEB-Auswahl ihre Generalprobe Ende Januar mit 2:3 nach Verlängerung verloren. Ein Sieg gegen Japan ist nun entscheidend, um die Chancen auf das Erreichen des Viertelfinales zu wahren. Die Gruppe B umfasst neben Schweden und Japan auch Frankreich und Gastgeber Italien.

Olympia-ambitionen und minimalziel viertelfinale

Für die deutschen Eishockey-Frauen ist es die Chance, auf der großen Olympia-Bühne auf sich aufmerksam zu machen und den jüngsten Aufschwung zu bestätigen. Das Erreichen des Viertelfinales ist das Minimalziel. Bundestrainer MacLeod hatte sogar auf eine Medaille gehofft: „Für jeden, der teilnimmt, ist es der Traum, eine Medaille zu gewinnen. Wenn wir als Team gut performen, ist das möglich.“ Bislang war der fünfte Platz bei den Olympischen Spielen 2006 in Turin das beste Ergebnis.