Nmecha räumt schiedsrichter ab – später gibt's trikot statt rot
Felix Nmecha war zwei Mal im Fokus: erst als Rammbock, dann als Schenker. Beim 2:0 von Borussia Dortmund gegen Augsburg jagte der Mittelfeldspieler den Ball, sah nur ihn – und plötzlich flog auch Schiedsrichter Bastian Dankert durch die Luft. Auf der Tribüne riss einige Sekunden lang niemand mehr die Klappe auf.
Der Zusammenprall war heftig, aber harmlos. Dankert blieb liegen, rappelte sich auf, pfeift weiter. Nmecha: „Ich hab’s kaum gemerkt, glaube ich habe mehr seinen Rücken erwischt.“ Dann lachte er, das Stadion atmete auf. Die Szene war ein Kuriosum, doch das Nachspiel wurde zur kleinen Legende.

Statt elfmeter gab’s ein geschenk
Kurz nach Abpfiff standen beeneinander im Keller des Stadions. Nmecha zog sein frisches Trikot über den Kopf, unterschrieb mit einem dicken Filzer und reichte es dem Unparteiischen. Dankert griff zur Roten Karte – natürlich nur symbolisch. Darauf schrieb er: „Zweikampfführung überdenken“ und pinnte einen Smiley drunter. Kein Eintrag in den DFB-Spielbericht, nur ein running Gag unter Profis.
Der 25-Jährige nahm die Karte mit ins Kabine, hängte sie neben seine Startelf-Kopie. „So was bekommt man einmal im Leben“, meinte er und klopfte dem Ref auf die Schulter. Beide wissen: Der Klaps war Zufall, die Geste aber ein Zeichen, dass Fairness im Profifußball noch möglich ist.
Dankert wird am nächsten Wochenasse pfeifen, Nmecha wird laufen – und vielleicht schaut er kurz zur Seite, bevor er den nächsten Gegner räumt. Die Punkte bleiben in Dortmund, die Geschichte aber wandert direkt in die Chronik der kuriosesten Bundesliga-Momente dieser Saison.
