Dujshebaev: bundesliga-bewerbungen laufen – comeback im sommer?
Handball-Deutschland aufgepasst: Talant Dujshebaev, der legendäre Trainer und ehemalige Welthandballer, sondiert offen die Möglichkeiten eines Engagements in der Bundesliga. Nach seinem überraschenden Aus bei Kielce und seiner aktuellen Rolle als Nationaltrainer Frankreichs scheint der 57-Jährige dem Vereinshandball wieder näher rücken zu wollen – und das könnte für einige Bundesligisten eine Verstärkung bedeuten.

Familie als entscheidungsgrundlage – aber der handball ruft
Der gebürtige Russe genießt aktuell eine wohlverdiente Pause, wie er im Gespräch mit handball-world verriet. Ein Besuch bei seinem Freund Raul Gonzalez, der in Serbien ebenfalls aktiv ist, gehört ebenso dazu wie die Reflexion seiner eigenen Zukunft. Seine Frau wünscht sich eine einjährige Auszeit vom Vereinshandball, doch Dujshebaev gibt zu: „Ich bin mir sicher, dass ich das nicht aushalte.“ Die Sehnsucht nach dem Kampf um Titel und die Dynamik des Vereinshandballs sind einfach zu groß.
Anfragen aus der Bundesliga sind bereits eingegangen. Konkret? Das hält der ehemalige Superstar vorerst zurück und überweist die Interessenten an seinen Berater. Seine Söhne Alex und Daniel Dujshebaev haben sich bereits für den Sommer in der Bundesliga verstärkt – Alex wird beim VfL Gummersbach spielen, Daniel wechselt zur MT Melsungen. Ein familiäres Bundesliga-Duo, dem bald vielleicht sogar der Vater zur Seite steht?
Die Frage, ob die Bundesliga tatsächlich eine Option für Dujshebaev darstellt, beantwortet er mit einem lakonischen „Warum nicht?“ Die Türen stehen offen, und er signalisiert seine Bereitschaft für „alle möglichen Dinge“. Ob er sich für einen Top-Club entscheidet oder einen ambitionierten Aufsteiger trainiert, bleibt abzuwarten. Doch eines ist klar: Mit Talant Dujshebaev an der Seitenlinie gewinnt jeder Verein an Prestige und taktischer Finesse.
Die Bundesliga-Vereine sollten sich also beeilen, denn die Konkurrenz um den gebuchten Trainer wird groß sein. Ob die Söhne seinen Wechsel beeinflussen können, wird sich zeigen. Aber eines ist sicher: Die Handball-Szene hält den Atem an.
