Nika prevc schreibt geschichte: 16. saisonsieg pulverisiert takanashis rekord
Lahti – Nika Prevc flog, die Konkurrenz blieb stehen. Mit ihrem 16. Weltcupsieg in dieser Wintersport-Saison hat die Slowenin am Sonntag im finnischen Lahti nicht nur gewonnen, sondern die bisherige Bestmarke der Japanerin Sara Takanashi aus der Saison 2013/14 (15 Siege) aus dem Lehrbuch gestrichen. Das zweite Springen vom 130-Meter-Hügel wurde zur Privatvorstellung der 20-Jährigen: 130 Meter im ersten Durchgang, 128,5 Meter im zweiten – souverän, lautlos, gnadenlos.

Prevc fühlt sich auf der schanze „extrem wohl“
Während sich ihre Gegnerinnen mit kleinen Fehlern abmühten, nahm Prevc Anlauf wie auf einer Home-Schanze. „Ich fühle mich auf dieser Schanze extrem wohl“, sagte sie nach dem Rennen, als hätte sie gerade nur eine Trainingseinheit absolviert. Anna Odine Stroem aus Norwegen und die Japanerin Nozomi Maruyama mussten sich mit weitem Abstand zufriedengeben. Der Gesamtweltcup war bereits vor Lahti entschieden – jetzt geht es nur noch darum, wie viel Luft nach oben bleibt.
Die deutsche Hoffnung trägt den Namen Selina Freitag. Sie landete als beste Deutsche auf Platz fünf, weit weg von Prevc, aber mit Blick auf die WM in Oslo noch im Rennen. Agnes Reisch wurde Zehnte, Anna Hollandt und Juliane Seyfarth folgten auf den Rängen 26 und 27. Katharina Schmid und Emely Torazza schafften gar nicht erst den Einzug in die zweite Runde – ein Arbeitsbeschaffungsprogramm für das deutsche Trainerstatt.
Die Saison neigt sich dem Ende zu, Prevc aber bleibt hungrig. Oslo, Vikersund, das Finale in Planica – drei Stationen, an denen sie ihren eigenen Rekord noch weiter ausbauen kann. Die Frage ist nicht mehr, ob sie gewinnt, sondern wie groß die Lücke am Ende sein wird. Die Antwort liegt im Wind, den sie allein lesen kann.
