Neuer-debatte: klopp schlägt alarm – und verteidigt seinen ex-schützling!
Darmstadt – Die Diskussion um Manuel Neuer brodelt weiter, und Jürgen Klopp, der ehemalige Trainer des FC Bayern, nimmt nun öffentlich Partei für den Torwart. Vor dem WM-Achtelfinale gegen Paraguay sendet der Sky-Experte eine deutliche Botschaft: Statistiken sind in diesem Fall irrelevant.

Die zahlen lügen? klopp widerspricht
Nachdem Neuer in der Gruppenphase einige Unsicherheiten zeigte und die Statistiken – vier Gegentore bei nur drei Paraden und einer Fangquote von lediglich 42,9 Prozent – ein düsteres Bild zeichneten, betonte Klopp im «MagentaTV»-Interview, dass diese Werte nicht aussagekräftig seien. «Das ist ein klassischer Fall von: Vergesst die Statistiken, weil das mit der Realität einfach nichts zu tun hat», erklärte der frühere BVB-Coach. Er argumentierte, dass Neuer in Momenten, in denen die Abwehr versagt und er gefordert wird, immer noch der Weltklassetorwart sei, der er einst war.
Die Leistung der deutschen Mannschaft als Ganzes sei das Problem, nicht die des Keepers. «Die Realität ist: Manuel Neuer ist ein Top-Torwart. In dem Moment, wo wir so verteidigen, dass Neuer da sein muss – nicht bei Bällen, die abgefälscht sind oder aus unmöglichen Winkeln reingeschossen werden –, dann ist er noch immer der Torwart, der er immer war. Dann hat er auch wieder die Aura.»
Havertz, der ebenfalls auf die bevorstehende Partie blickt, mahnte: «Jede Aktion zählt.» Doch Klopp sah die Ursache für Neurs Probleme nicht in seiner individuellen Leistung, sondern im mangelnden Kollektiv.
