Sinner stolpert in wimbledon – „es kann sehr schnell schiefgehen“, warnt der weltranglistenerste

Ein Moment der Angst in Wimbledon: Jannik Sinner, der unangefochtene Weltranglistenerste, musste im entscheidenden Fünf-Satz-Match gegen Miomir Kecmanovic einen dramatischen Sturz hinnehmen. Der Vorfall ließ die Arena kurz verstummen, doch der Südtiroler bewies seine mentale Stärke und kämpfte sich letztendlich zum Sieg.

Die knappe kante über dem aus

Sinner rutschte im dritten Satz auf dem Rasen aus, ein unglücklicher Moment, der ihn mit beiden Knien zu Boden brachte. „Ein Sturz ist immer hart, weil man sich dabei verletzen kann“, gestand der 24-Jährige nach dem hart erkämpften 4:6, 6:3, 6:7 (6:8), 6:2, 6:3 Sieg. Die Gefahr eines schwerwiegenderen Unfalls war real: „Es kann sehr schnell schiefgehen.“

Obwohl der Sturz Sinner kurz aus dem Konzept zu bringen schien, gelang es ihm, die Fassung zu bewahren und das Spiel fortzusetzen. „Auch im dritten, vierten und fünften Satz war es sehr wichtig, mich weiterhin auf natürliche Weise zu bewegen“, betonte er. Seine Erfahrungen im Skifahren, so Sinner, brachten ihm in dieser Situation wenig Nutzen. „In bestimmten Momenten kann das Skifahren helfen, aber nicht, wenn man stürzt und keinerlei Kontrolle mehr hat.“

Vorsicht auf dem rasen: ein bekanntes problem

Vorsicht auf dem rasen: ein bekanntes problem

Die rutschige Oberfläche des Rasens stellt für viele Tennisspieler eine Herausforderung dar, besonders zu Beginn des Turniers. „Vor allem in den ersten paar Spielen, wenn der Rasen noch ganz neu ist, rutscht man etwas mehr aus“, erklärte Sinner. Die Präventionsmaßnahmen vor dem Turnier hätten darauf abgezielt, solche Situationen zu minimieren, doch das Risiko bleibt bestehen.

Das Beispiel der French-Open-Finalistin Maya Chwalinska, die am Montag beim eigenen Matchball unglücklich ausrutschte und sich am Knöchel verletzte, verdeutlicht, wie schnell eine vermeintlich harmlose Bewegung zu einer ernsthaften Verletzung führen kann. Ihre Niederlage gegen Mananchaya Sawangkaew in drei Sätzen ist ein mahnendes Beispiel.

Sinner demonstrierte jedoch, dass man sich nicht von solchen Rückschlägen lähmen lassen darf. „Es gibt Bewegungen, die man nicht wirklich kontrollieren kann. Das ist einfach ein ganz normaler Instinkt“, so der Weltranglistenerste, der seine Angst überwand und den Sieg davontrug. Die mentale Stärke des Italieners wird nun auf die nächste Runde geprüft.