Nebraska stellt nur vier verteidiger auf – march-madness-aus in 58 sekunden

58 Sekunden vor dem Buzzer, 72:68, alles drin für Nebraska – und dann steht Fred Hoiberg mit nur vier Spielern da. Iowa wirft ein, passt lang, Alvaro Folgueiras läuft allein zum Korb. 74:68, Spiel entschieden, Saison vorbei. March Madness? March Madness!

Ein timeout, ein zählerfehler, ein albtraum

Der Plan war klassisch: Foul, Ball holen, schnell punkten, Druck erzeugen. Doch nach dem Auszeitpfiff zählte Nebraska-Coach Hoiberg offenbar falsch. Statt fünf Verteidiger schickte er vier zurück auf das Feld – und niemandem fiel es auf. Erst als Kael Combs den Einwurf nahm, bemerkte selbst TV-Experte Stan Van Gundy die Lücke: „Moment – die haben nur vier Mann verteidigen!“

Combs spielte sofort den Pass in die freie Zone, Folgueiras verwandelte unbedrängt. 77:71 lautete der Endstand, Nebraska flog raus. Die Bilder gingen viral, Twitter explodierte, die Sporttalks drehen sich seitdem nur um eine Frage: Wie kann ein College-Team in der entscheidenden Phase der March Madness auf dem Feld vergessen, komplett zu sein?

Hoiberg übernimmt die schuld – und die schmerztabletten

Hoiberg übernimmt die schuld – und die schmerztabletten

„Das ist auf meine Kappe“, sagte Hoiberg, der schon 963 NBA-Spiele als Coach verlebte, aber so etwas noch nie erlebte. „Das tut weh, das schmerzt so sehr wie fast alles in meiner Karriere.“ Er sprach von einem Missverständnis, nannte aber keine Details. Intern kursiert die Version, dass die Bank dachte, ein Spieler stünde noch im Foul-Corner, während der bereits rausgewechselt war. Die Kommunikation brach zusammen – in Sekundenbruchteilen.

Die Konsequenz: Nebraska verpasst die zweite Runde, Iowa darf weiterträumen. Die Statistik zeigt die bittere Wahrheit: In den letzten 58 Sekunden erzielte Iowa fünf Punkte – alle gegen vier Gegner. Der Off-Five-Error ist bereits jetzt einer der größten Coaching-Pannen der NCAA-Geschichte, Lehrbuchmaterial für jeden Nachwuchstrainer.

Die saison endet mit einem korb – und einem kloß im hals

Die saison endet mit einem korb – und einem kloß im hals

Für die Spieler von Nebraska bricht eine Saison zusammen, die bis dahin von Aufbruchstimmung geprägt war. Sie hatten Top-Recruits, einen erfahrenen Coach, einen Lauf in der Big Ten. Und nun das: ein Fauxpas, der in den Annalen neben Chris Webbers Zeitüberschreitung oder dem vergessenen Foul stehen wird. Die Kabine war nach dem Spiel so still, dass man das Summen der Arena-Lautsprecher durch die Wände hörte.

Iowa dagegen feiert den Lucky Punch. Folgueiras, der spanische Forward, wird auf dem Campus als Held gefeiert – obwohl er nur das nutzte, was Nebraska ihm schenkte. March Madness lebt von solchen Momenten, in denen Strategie, Nervenstärke und manchmal reines Glück zusammenstoßen. Für Nebraska bleibt nur die leere Erkenntnis: Ein Auszähler kann eine ganze Saison killen. Die Nacht nach dem Spiel schlief Hoiberg offenbar nicht – seine WhatsApp-Statusmeldung um 4:13 Uhr lautete lediglich: „4 ≠ 5“. Das reicht als Epitaph.