Gudelj: sevilla priorität – ramos-deal könnte alles ändern
Nemanja Gudelj, ein Urgestein im Sevilla-Mittelfeld, hat seine Zukunftspläne offenbart: Sofern der geplante Verkauf des Vereins tatsächlich vollzogen wird, genießt Sevilla weiterhin oberste Priorität bei seinen Verhandlungen. Der serbische Abräumer, dessen Vertrag 2026 ausläuft, hält die Fäden in der Hand und lässt andere Angebote erst zu, wenn die Situation in der Vereinsführung geklärt ist – ein klares Signal an die neue, möglicherweise baldige Eigentümer.
Die wartezeit und die hoffnung auf kontinuität
In einem Interview mit Gol a Gol betonte Gudelj seine Geduld und seinen Respekt gegenüber dem Verein. „Ich habe immer gesagt, dass Sevilla Priorität hat. Danach können andere Angebote kommen“, erklärte er. Die Unsicherheit um den Verkaufsprozess zwingt ihn, abzuwarten, wer die Geschicke des Klubs in Zukunft lenken wird. Er möchte die Saison zunächst zu Ende spielen und die Klassierung sicherstellen, bevor er über seine Zukunft entscheidet. Seine Bindung an den Verein ist offensichtlich: „Ich fühle mich hier wohl, habe sieben Jahre hier verbracht und spiele diese Saison viele Partien. Es wäre eine Ehre, dieses Trikot weiterhin zu verteidigen.“
Gudelj zeigt sich bereit, auch Gehaltsverzicht in Kauf zu nehmen, um in Sevilla zu bleiben. „Das habe ich schon einmal gemacht und habe kein Problem damit, es wieder zu tun. Sevilla ist mein Zuhause, ich fühle mich ‚servillano‘ und möchte hier zu einem Verein kommen.“

Ramos als schlüssel zur zukunft?
Ein möglicher Gamechanger in dieser Situation könnte die Rückkehr von Sergio Ramos sein. Die beiden teilen eine enge Freundschaft, und Gudelj äußerte sich positiv über die möglichen Auswirkungen von Ramos’ Ankunft. „Er ist ein großartiger Freund, wir hatten eine tolle Zeit zusammen. Er ist ein fantastischer Mensch und Fußballer. Ich habe ihn noch nicht gefragt, da es nicht mein Bereich ist, mich in solche Dinge einzumischen. Sollte es offiziell werden, werde ich ihn als Freund kontaktieren.“
Gudelj glaubt fest an Ramos’ Führungsqualitäten: „Wenn er ein guter Schritt für ihn und für den Verein ist, bin ich begeistert. Ich wünsche mir, dass Sevilla wieder zu dem Verein zurückkehrt, der es immer war – ein Kämpfer um Titel, nicht wie in den letzten Jahren.“

Die rettung durch plaza und die unterstützung der fans
Der serbische Mittelfeldspieler lobte zudem die Arbeit von Trainer Quique Setién, der in der schwierigen Situation die Wende gebracht hat. „Die Ankunft des Trainers, mit den Ergebnissen und den Spielen, die wir gezeigt haben, hat uns gutgetan. Mit der Unterstützung der Fans hat das Team ein hohes Niveau erreicht, sowohl die Talente als auch die erfahrenen Spieler.“
Besonders hervorzuheben ist die Rolle der Anhänger, die Gudelj als entscheidenden Faktor für die Rettung der Saison sieht. „Das haben wir alle gesehen. Mir geht es noch immer jedes Mal kalt, wenn ich daran denke. Es ist das Schönste am Fußball und ich habe es nach den Spielen gesagt: Diese Fans gewinnen Spiele. Wenn dieses Maniacal-Stadion so tobt, dann gibt es keinen Gegner, der zu groß für uns ist.“
Die Saison war hart, besonders als die Abstiegszone immer näher rückte. „Es war eine ziemliche Zitterpartie, vor allem als die unteren Mannschaften anfingen, Punkte zu holen. Es wurde ernst. In einigen Spielen standen wir im Abstiegskampf und die Niederlage in Pamplona hat uns sehr geschadet. Danach haben wir die Köpfe zusammengesteckt, nicht nur das Team, sondern auch alle Sevillistas. Wir haben uns vereint und gezeigt, wie man lebt, wenn das Sánchez-Pizjuán hinter uns steht.“
Auch die Kritik von Almeyda, der angeblich gesagt haben soll, dass mit diesem Kader keine Titel gewonnen werden können, wies Gudelj entschieden zurück. „Das hat Almeyda nie gesagt. Ich kenne ihn gut und glaube nicht, dass er das gesagt hat, weil er uns immer Vertrauen einflößte und uns sehen wollte, wie gut wir sind.“
Die Zukunft von Nemanja Gudelj in Sevilla hängt eng mit dem neuen Eigentümer und der Rolle von Sergio Ramos zusammen. Doch eines ist klar: Der serbische Kämpfer will in Sevilla bleiben und seinen Teil dazu beitragen, dass der Verein wieder zu alter Stärke findet. Denn eines ist gewiss: Ein Sevilla ohne Gudelj wäre nicht dasselbe.
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