Neapel triumphiert: füllkrugs auswechslung wirft milans meisterschaftträume in den sand
Ein später Treffer von Matteo Politano entschied das Spitzenspiel am Ostermontag zugunsten Neapels und ließ die AC Mailand am Mount Vesuvius ziehen. Der Sieg katapultierte die Partenopei auf den zweiten Platz, während die Rossoneri nun neun Zähler hinter Inter Mailand zurückliegen – ein Rückstand, der in den verbleibenden sieben Spieltagen kaum noch aufzuholen scheint.

Füllkrugs glückloser auftritt im schatten von nkunku
Die Partie verlief bis zur 79. Minute erstaunlich torlos. Milan wirkte von Beginn an verunsichert, während Neapel langsam in Fahrt kam. Der deutsche Nationalstürmer Niclas Füllkrug begann im Angriff der Rossoneri an der Seite des früheren Leipziger Christopher Nkunku, fand aber wenig Anschluss und konnte die gegnerische Abwehr nicht entscheidend knacken. Seine Leistungen waren angesichts der hohen Erwartungen enttäuschend, was Trainer Stefano Pioli schließlich in der 63. Minute erkannte und ihn auswechselte.
Neapel zeigte nach der Pause deutlich mehr Initiative. Ein starker Schuss von Giovane wurde von Milan-Keeper Mike Maignan glücklich abgewehrt, während kurz darauf ein Versuch von Kevin De Bruyne ebenfalls nicht zum Tor führte. Doch dann, in der 79. Minute, schlug Neapel zu: Politano profitierte von einer ungenauen Kopfballabwehr und schoss aus kurzer Distanz zur Führung ein.
Der Abstand zwischen Milan und Inter Mailand wächst somit kontinuierlich an. Die sieben Punkte Rückstand waren schon beachtlich, nun sind es neun. Es bleibt abzuwarten, ob Milan noch einmal einen entscheidenden Angriff starten kann, aber die Meisterschaft scheint in weite Ferne gerückt. Die Auswechslung von Füllkrug, der bislang nicht überzeugte, wirft zudem Fragen nach der taktischen Ausrichtung der Rossoneri auf.
Die Tabelle sieht nun wie folgt aus: Inter Mailand führt mit 78 Punkten, gefolgt von Neapel mit 71 Punkten. Milan liegt mit 69 Punkten auf dem dritten Platz, während die AS Rom mit 62 Punkten den vierten Rang belegt. Die Spannung im Titelrennen ist zwar noch nicht gänzlich verschwunden, doch Inter Mailand scheint die Kontrolle über die Situation zu haben. Die Wahrheit ist: Die Rossoneri müssen sich nun realistisch mit dem Kampf um die Qualifikation für die Champions League auseinandersetzen.
