Nba: wagner sieht eta-effekt – bald mehr frauen an der seitenlinie?

Die Verpflichtung von Marie-Louise Eta als Cheftrainerin von Union Berlin hat die Sportwelt in Bewegung gesetzt – und das weit über die deutschen Grenzen hinaus. Während die anfängliche Euphorie etwas abgeklungen ist, bleibt eine spannende Frage offen: Wird die NBA diesem Trend folgen und bald ebenfalls Frauen in Schlüsselpositionen einsetzen?

Wagner: „nur eine frage der zeit“

NBA-Profi Moritz Wagner, aktuell bei den Orlando Magic unter Vertrag, äußerte sich in seinem Podcast „Kannst du so nicht sagen“ begeistert über Etas historischen Schritt. „Dass das jetzt passiert ist, ist sehr, sehr schön und sehr, sehr wichtig. Einer musste es einfach mal machen, damit es zur Normalität wird“, so Wagner, der die internationale Aufmerksamkeit rund um die Personalie begrüßte, betonte aber, dass man schnell über den eigentlichen Punkt hinausgehen müsse. Die Diskussion sollte nicht an der Oberfläche bleiben.

Auf die Frage, ob weibliche Trainerinnen auch in der stärksten Basketballliga der Welt bald Fuß fassen könnten, zögerte Wagner nicht: „Es würde mich überhaupt nicht überraschen, wenn Teams in diesem Sommer schon deutlich mehr Frauen in ihren Trainerstäben haben. Ich sehe keinen logischen Grund, warum das nicht der Fall sein sollte.“ Er gestand sich zudem als Fan von Etas Arbeit: „Ich habe ein paar Interviews mit ihr gesehen, und sie wirkte wirklich kompetent und sympathisch. Ihr wünsche ich natürlich viel Erfolg. Und man muss betonen: Sie hat den Job nicht bekommen, weil sie eine Frau ist, sondern weil sie die Beste für die Position war.“

Frustrierte einsatzzeit – aber teamgeist bei wagner

Frustrierte einsatzzeit – aber teamgeist bei wagner

Während Wagner sich sportlich in einer schwierigen Phase befindet – unter Trainer Jamahl Mosley kommt er in den ersten beiden Playoff-Partien nur auf magere drei Spielminuten – zeigt er sich als fairer Teamplayer. „Klar bin ich frustriert, das muss man sagen“, gab er offen zu. Doch seine Loyalität zum Team steht im Vordergrund: „Ich möchte trotzdem etwas zum Erfolg des Teams beitragen und bereit sein, wenn meine Chance kommt.“

Kelly Stafford, Ehefrau eines NFL-Spielers, sorgte kürzlich für Aufsehen, als sie während eines Lakers-Spiels gegen Schiedsrichter schrie und heftige Kritik einstecken musste. Ein weiterer Beweis dafür, dass der Druck und die Erwartungen im Sportgeschäft unerbittlich sind – unabhängig vom Geschlecht.

Die Geschichte von Marie-Louise Eta und die Aussagen von Moritz Wagner deuten an, dass sich die Zeiten ändern. Die NBA wird es spannend sein zu beobachten, ob und wann sie diesem Wandel folgt.