Muriel mohr kämpft um olympia-teilnahme nach meniskus-op
Muriel mohr kämpft um olympia-teilnahme nach meniskus-op
Die deutsche Freestyle-Skifahrerin Muriel Mohr steht vor einer großen Herausforderung: Nach einer kürzlich erfolgtenMeniskusoperation will sie am Big-Air-Wettbewerb bei den Olympischen Spielen Mailand Cortina 2026 teilnehmen. Trotz der Verletzung und des kurzen Zeitrahmens bleibt sie optimistisch. Die neuesten Informationen und Einblicke in ihren Heilungsverlauf gibt es hier.
Schnelle diagnose und operation
Die Probleme mit ihrem Knie begannen während des Trainings in Livigno am 4. Februar. Ihr Coach kontaktierte daraufhin umgehend Dr. Manuel Köhne, den Mannschaftsarzt des Deutschen Skiverbandes (DSV). Eine MRT-Untersuchung bestätigte den Verdacht: Ein eingeklemmter Meniskuslappen. Die Entscheidung zur Operation am Folgetag fiel schnell, um weitere Schäden zu vermeiden. Dr. Köhne führte den arthroskopischen Eingriff in München durch.

Optimistischer heilungsverlauf – aber kein selbstläufer
Dr. Manuel Köhne zeigte sich im Gespräch mit Eurosport zuversichtlich, betonte aber auch die Notwendigkeit, die nächsten Tage genau zu beobachten. "Es hängt sehr davon ab, wie die nächsten Tage laufen", so der Mediziner. Die ersten Stunden nach der OP verliefen jedoch "extrem positiv". Bereits unmittelbar nach der Operation begannen die ersten physiotherapeutischen Maßnahmen, um das Knie schnellstmöglich zu stabilisieren.
Ausfall des slopestyle-wettbewerbs
Durch die Verletzung und die daraus resultierende Operation verpasst Muriel Mohr leider den Slopestyle-Wettbewerb am Montag. Ihr Fokus liegt nun ganz klar auf dem Big-Air-Event am 16. Februar (19:30 Uhr live auf Eurosport und HBO Max). Die Qualifikation dafür findet bereits am Samstag, dem 14. Februar, statt – nur neun Tage nach der Operation.
Kurze operationsdauer als vorteil
Ein Vorteil sei, dass der arthroskopische Eingriff, der laut Dr. Köhne nur acht Minuten dauerte, keine langwierige Heilungsphase erfordert. "Nichts muss zusammenheilen", erklärte er. Dennoch mahnt er zur Vorsicht: "Wir werden vernünftig bleiben und mit Augenmaß handeln. Wir werden nichts riskieren und für diese sehr junge Athletin nichts aufs Spiel setzen.".
Gemeinsame entscheidung
Die endgültige Entscheidung über die Teilnahme an den Olympischen Spielen wird in enger Abstimmung getroffen. Dr. Köhne betonte die Wichtigkeit des Willens und Wunsches der Athletin. "Wir sprechen mit mündigen Menschen, die große Träume und auch viel Erfahrung haben.". Die Entscheidung liegt letztendlich bei einem gemeinsamen Team aus Sportvorstand, Sportdirektor, Physiotherapeuten und dem behandelnden Arzt.
Weitere informationen
- Veranstaltung: Olympische Winterspiele Mailand Cortina 2026
- Disziplin: Freestyle Skiing (Big Air)
- Athletin: Muriel Mohr
- Verletzung: Meniskusverletzung
