Müller lässt whitecaps fliegen – blackmon trifft mit dem gesicht
Der Ball knallte gegen die Stirn, dumpf, wie ein Schlag auf einen leeren Kanister – und war drin. Tristan Blackmon lag erstmal am Boden, hielt sich das Gesicht, aber das 2:0 für Vancouver war perfekt. Genau dieses Bild steht für den Start der Whitecaps in die MLS 2026: unbequem, unberechenbar, unaufhaltsam.

Blackmons gesichtstreffer wird zur social-media-sensation
Die Portland Timbers hatten keine Antwort auf diesen Punchline-Fußball. 4:1 hieß es am Ende, der dritte Sieg im dritten Spiel, und Vancouver springt auf Rang zwei der Western Conference. Thomas Müller, 36, blieb diesmal ohne Tor, doch er bereitete das 3:0 durch Sebastian Berhalter vor – einen Pass, so zentral, dass er wie ein Lehrvideo wirkt.
Müller selbst lachte nach Abpfiff nur: „Wenn der Gegner keine Idee hat, helfen wir eben mit der eigenen Physik.“ Gemeint war Blackmons Treffer, der in Sekundenbruchteilen durch Keeper und Abwehr sprang, bevor er sich auf Blackmons Nase umlegte. Die Kuriosität ging viral, doch der Sportliche wog schwerer: Vancouver kassierte erstmal in dieser Saison, und das, obwohl Trainer Jesper Sørensen Rotation betrieb.
Die Zahlen sind gnadenlos für den Rest der Liga: neun Punkte, 10:1-Tore, 21 erzielte Chancen nach offenen Spielzügen – kein anderes Team kommt auch nur in die Nähe. Brian White traf doppelt, doch der Mann, der alles lenkt, heißt weiter Müller. Er lauert zwischen den Linien, schaltet schneller als jedes Pressing und gibt den jungen Kanadiern das Selbstvertrauen, das letzte Jahr noch gefehlt hatte.
Die Erinnerung an das Finale 2025, das 0:2 gegen Messis Inter Miami, schwirrt noch durch die Kabine. Doch wer die letzten drei Spiele gesehen hat, spürt: Diesmal wollen sie nicht nur Finale, sie wollen den Pokal. Und wenn das Gesicht des Gegners dabei auch mal zum Tor wird – umso besser.
